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Meerbusch: "Ein Hotel wäre gut für Meerbusch"

Meerbusch : "Ein Hotel wäre gut für Meerbusch"

Interview CDU-Chef Werner Damblon über den Antrag zum Hotelbau auf dem Gelände Haus Meer

Mit Ihrer Ankündigung, dass die CDU einen Antrag zum Bau des geplanten Hotels auf dem Gelände von Haus Meer stellen wird, haben Sie Ihren Kooperationspartner ganz schön irritiert. Die Grünen wussten von nichts.

Damblon Die Wogen sind mittlerweile wieder geglättet. Wir werden jetzt in den Ferien noch einige Gespräche mit den Grünen haben, sowohl in der Kooperationsrunde als auch in den Fraktionen.

Wird es dann ein gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen?

Damblon Das werden wir sehen. Es geht ja grundsätzlich darum, dass wir bei Haus Meer Klarheit haben wollen, wohin die Reise gehen soll. Die Umwandlung des Areals in ein Hotel mit öffentlich nutzbarem Park ist gut für Meerbusch. Natürlich müssen die Hauptziele des Denkmalschutzes berücksichtigt werden.

Da haben aber doch gerade Ihre Kooperationspartner so ihre Zweifel...

Damblon Da gibt es in allen Fraktionen unterschiedliche Auffassungen zu. Ich habe aus anderen Fraktionen sowohl zustimmende als auch ablehnende Stimmen zu der vorliegenden Planung des Investors gehört.

Heißt im Klartext: Sie hoffen auch auf Stimmen aus weiteren Fraktionen?

Damblon Natürlich. Allerdings gibt's auch bei der CDU ablehnende Stimmen zum Hotelbau.

Würden Sie also den Fraktionszwang bei der Abstimmung zu Haus Meer aufheben wollen?

Damblon Darüber kann man durchaus nachdenken, allerdings sollte das dann bei allen Fraktionen gleich gehandhabt werden.

Wie sehen Sie denn die Chancen, dass eines Tages wirklich ein Hotel auf dem Areal von Haus Meer steht?

Damblon Ich bin kein Hellseher, deshalb kann ich keine Prozentwerte angeben. Gerade beim Thema Haus Meer möchte ich keine Prognose wagen. Aber wenn ich nicht gewisse Chancen sähe, dass das Hotel gelingen kann, würden wir ja den Antrag nicht einbringen.

Martin Röse führte das Gespräch.

(RP)