1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Ingrid Huckenbeck: Ein Blick hinter die Kulissen der Modewelt

Ingrid Huckenbeck : Ein Blick hinter die Kulissen der Modewelt

Haute Couture kennt man zur Genüge aus Modezeitschriften und aus dem Fernsehen. Wie die aufwendigen Kreationen fernab des Laufstegs entstehen, wissen dagegen die Wenigsten.

Um ihren Kundinnen einen Eindruck von der Arbeit hinter den Kulissen der Modewelt zu vermitteln, lud deshalb jetzt die Meerbuscher Designerin Ingrid Huckenbeck zum Rundgang in ihr Atelier in Strümp ein. Zu sehen bekamen die Gäste dabei nicht nur das Stoffzimmer der Designerin mit Dutzenden verschiedenen Stoffen aus Italien und Frankreich, sondern sie durften auch einen Blick in die Werkstatt des Ateliers, das in einem schlichten Strümper Wohnhaus untergebracht ist, besichtigen.

Dort zeigte Ingrid Huckenbeck wie sie und ihre Mitarbeiter die Bestellungen ihrer Kunden anfertigen - vom ersten Maßnehmen bis zur finalen Anprobe. "Für ein Kleidungsstück benötigen wir mindestens 40 Arbeitsstunden. Wenn es richtig aufwendig wird wie bei der Anfertigung eines Brautkleids, dauert es noch länger", sagt Ingrid Huckenbeck. Vieles würden ihre beiden angestellten Schneidermeisterinnen mit der Hand nähen, das Material sei stets hochwertig. "Haute Couture benötigt sehr viel mehr Aufwand als Mode von der Stange. Und das ist auch der Grund, warum die Preise dann höher sind: weil viel mehr Arbeit darin steckt. Das möchte ich bei einem Rundgang durch mein Atelier einfach mal zeigen", sagt sie. Von ihren Kundinnen bekam sie Zustimmung: "Ich finde es schade, dass das Handwerk langsam ausstirbt. Deshalb sollte man diese Mode fördern", sagt Roswitha Schäfer. Sie war gemeinsam mit einer Freundin das erste Mal zu Gast bei Ingrid Huckenbeck. "Man erwartet hier in so einer Wohnsiedlung gar nicht, dass in einem der Häuser Haute-Couture-Mode gemacht wird. Das hat mich sehr neugierig gemacht. Aber ich muss sagen: Das Ambiente des Hauses passt sehr gut zu dieser Art von Mode."

(lai)