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Meerbusch: E-Mail-Affäre: UWG für offenen Brief

Meerbusch : E-Mail-Affäre: UWG für offenen Brief

Gleich zu Beginn der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich der Stadtrat am Donnerstag erneut mit der E-Mail-Affäre. "Ein unappetitliches Thema", so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Dem Rat lag das Sprachgutachten des Experten Raimund Drommel vor, das "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" die E-Mails, die UWG-Mitglieder diffamiert hatten, ihrem verdächtigten Parteikollegen zuordnen. Maximal einer von 1000 aktuellen Schreibern des Deutschen weise ein von dem besagten Ratsherrn geteiltes signifikantes sprachliches Teilprofil auf.

Daniela Glasmacher, eine der betroffenen UWG-Mitglieder, dankte dem Rat für seine Unterstützung. Jetzt sei man in der Lage, den Ratsherrn zu überführen und ihn zivilrechtlich zu verfolgen. Sie werde in dem zivilrechtlichen Verfahren auch die der Stadt für das Gutachten entstandenen Kosten in Höhe von 4100 Euro versuchen einzufordern. Außerdem wünsche sie sich einen offenen Brief der Stadt an den ehemaligen Ratsherrn, in dem der Rat die Art und Weise, in dem der Beschuldigte mit Menschen umgegangen sei, aufs Schärfste verurteile. Zwar waren nicht alle Ratsmitglieder davon überzeugt, dass solch ein Brief weiteren Druck aufbaue, da bereits alles gesagt sei, aber man beschloss, diesem Wunsch zu folgen.

(kir)