Duales Studium an der Fachhochschule der Wirtschaft in Mettmann

Duales Studium : Studenten mit Praxis-Touch sind gefragt

Das Duale Studium an der Fachhochschule der Wirtschaft in Mettmann ermöglicht Firmen, hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen – in der IT-Branche beispielsweise.

Computersysteme sind ihrer Zeit voraus. Sie warnen etwa bei Traktoren in der Landwirtschaft vor einem Motorschaden, noch bevor dieser entstanden ist. So lässt sich das Problem kurzerhand beheben. Doch die digitale Revolution mit immer raffinierteren Anwendungen erfordert Fachleute, die die Programme entwickeln - IT-Experten, die schon heute händeringend gesucht werden und kaum zu bekommen sind. „Wir haben in unserer Branche einen absoluten Fachkräftemangel. Der wird noch zunehmen“, sagt Jürgen Lange, Leiter Personal beim IT-Dienstleister ComputerKomplett.

Der Software-Spezialist mit 370 Mitarbeitern, Niederlassungen in Deutschland sowie in der Schweiz und einem Stammsitz unter anderem in Mettmann setzt auf Ausbildung im eigenen Haus, um den Bedarf an hochqualifizierten Fachleuten zu decken. Ein Schwerpunkt sind Duale Studenten, die in Kooperation mit der Mettmanner Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) frühzeitig im Unternehmen eingebunden werden. „Die jungen Leute lernen nicht nur die Theorie im Hörsaal, sondern zugleich die Umsetzung im richtigen Leben“, beschreibt Ausbildungsleiterin Janine Albrecht den Vorteil. Das motiviert. Dank der Verzahnung von Theorie an der Hochschule und Praxis im Unternehmen, jeweils im dreimonatigen Wechsel, können die Studenten der Dualen Wirtschafts-Fachhochschule das Gelernte sogleich anwenden und ziehen Erfolgserlebnisse nicht nur aus der richtigen Berechnung von 20 Formeln, sondern aus konkreten Kundenprojekten, an denen sie vom ersten Semester an mitwirken.

Fürs Wintersemester sucht ComputerKomplett in Mettmann einen angehenden Wirtschaftsinformatiker der FHDW für die Praxisphase. Das ist kein Einzelfall. Firmen können Bewerbern für den Dualen Studienstart im Oktober durchaus noch interessante Praxisplätze bieten. „Wer sich jetzt bewirbt, hat gute Aussichten, ein attraktives Unternehmen zu finden“, sagt Anke Harms vom Career Service der Hochschule. Zumal sich junge Leute hier heutzutage ohnehin erst später entscheiden also noch vor Jahren.

Drei Bachelor-Studiengänge bietet die FHDW in Mettmann: Betriebswirtschaftslehre mit fünf und Wirtschaftsinformatik mit zwei Spezialisierungen sowie International Business. Darauf bauen drei Masterstudiengänge auf. Entwickelt werden die Inhalte auch mit den gut 70 regionalen Unternehmenspartnern. „Duale Studenten wissen, wie ein Unternehmen tickt“, betonen Janine Albrecht und Jürgen Lange von ComputerKomplett. Dieser Praxistouch der Allround-Studenten ist gefragt. Kein Wunder, dass das Duale Studium für die Wirtschaft immer wichtiger und für junge Menschen eine gute Alternative zum herkömmlichen Studium wird. Gerade in Zukunftsbranchen wie dem IT-Sektor ermöglicht es, hoch qualifizierte Fachkräfte auszubilden, frühzeitig an das Unternehmen zu binden und in verantwortungsvolle Positionen zu bringen. Der Mettmanner IT-Dienstleiter zahlt den jungen Leuten die Studiengebühr an der privaten Hochschule, zudem eine Vergütung und signalisiert ihnen eine Übernahmegarantie – auch dies ist kein Einzelfall.

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