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Meerbusch: Dritter Brand im selben Haus

Meerbusch : Dritter Brand im selben Haus

Dicke schwarze Rauchwolken hingen gestern Vormittag über Büderich. Gegen 10 Uhr kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Brand in einer Dachgeschosswohnung an der Mataréstraße. Es war der dritte Brand in dem Haus innerhalb von 2,5 Jahren.

Mehrere Einsatzfahrzeuge aus den Meerbuscher Stadtteilen rückten an. Der Dachstuhl stand beim Eintreffen der Löschkräfte lichterloh in Flammen. Von einer Drehleiter aus gingen die Feuerwehrleute gegen den Brand vor. Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort und sperrten die Straße ab. Eine Polizeibeamtin erlitt durch Rauchgase eine Vergiftung und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Von den vier Bewohnern wurde niemand verletzt. Sie können allerdings vorerst nicht zurück in ihre Wohnungen, denn das Backsteinhaus ist nach Polizeiangaben vorläufig nicht mehr bewohnbar. Vertreter des städtischen Ordnungs- und Bauamtes machten sich gestern im Anschluss an die Löschaktion vor Ort ein Bild von der Lage. Wegen des stark beschädigten Dachstuhls bestehe die Gefahr, dass von oben Gebäudeteile auf den Gehweg fallen könnten. Daher müsse dieser Abschnitt der Mataréstraße vorerst gesperrt werden. "Schrecklich", sagten die Anwohner.

Zuletzt hatte es in dem Haus vor vor fast exakt zwei Jahren schon einmal gebrannt, am 28. Dezember 2010. Das Haus sei damals vorübergehend nicht bewohnbar gewesen, einige Bewohner seien zeitweise in ein Hotel gezogen, erzählt ein Anwohner. Von außen war das Szenario das gleiche wie gestern: Dichter Rauch stieg aus den Fenstern. Dicht an dicht drängten sich die Feuerwehrfahrzeuge auf der verschneiten Mataréstraße. Am öffentlichen Brunnen am Landsknecht gab es einen blau leuchtenden Versammlungspunkt.

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Damals rückte die Feuerwehr zu einem Brand im ersten Obergeschoss aus. Nach erfolgreicher Bekämpfung des Feuers mussten allerdings die Holzdecke der Wohnung und das Dach teilweise geöffnet werden. Der Brand im Dezember 2010 war ebenfalls vormittags ausgebrochen, gegen 9 Uhr. Vor zwei Jahren schlossen Polizei und Feuerwehr einen Weihnachtsbaumbrand aus. Ein Kurzschluss sei wahrscheinlich der Grund gewesen, hieß es. Ein halbes Jahr zuvor hatte es in dem Haus schon einmal gebrannt, gegen Ende Mai 2010. Bei diesem Ereignis brach das Feuer nach Angaben der Wehr im Erdgeschoss aus.

Bei dem gestrigen Einsatz waren 25 Kameraden der Löschzüge aus Büderich und Lank-Latum sowie der Berufsfeuerwehr aus Osterath im Einsatz. Somit hat es in dem Haus nun innerhalb von 2,5 Jahren einmal in jeder Etage gebrannt. "Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen", sagt Diane Drawe, Sprecherin der Polizei im Rhein-Kreis Neuss. Die Brandursachenerforschung dauere an.

(RP/rl)