Drei Meerbuscher Gruppen machen mit bei bundesweiter BDKJ-Aktion

Sozialprojekt für Kinder und Jugendliche : In 72 Stunden die Welt verbessern

Bei der bundesweiten Aktion „Uns schickt der Himmel“ engagieren sich junge Leute für ein Sozialprojekt vor Ort. Drei Meerbuscher Gruppen machen mit. Sie säubern Bänke, bauen ein Insektenhotel und kümmern sich um Geflüchtete.

(RP) Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und ihr Krefelder Amtskollege Frank Meyer übernehmen gemeinsam die Schirmherrschaft für die Aktion „72-Stunden“ des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) in der Region Krefeld-Meerbusch. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ engagieren sich vom 23. bis 26. Mai allein in der Region Krefeld-Meerbusch über 200 Kinder und Jugendliche in sozialen, politischen oder ökologischen Projekten „vor ihrer Haustür“, um etwas Gutes zu tun.

Bundesweit sind rund 170.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angemeldet. Der Kreativität der Aktionsgruppen sind dabei keine Grenzen gesetzt: Egal ob Engagement in der Geflüchtetenhilfe, in Seniorenzentren oder im Kindergarten; wichtig ist es, Solidarität zu zeigen und mit vollem Einsatz dabei zu sein.

Gefördert wird die bundesweite Aktion, die zum dritten Mal läuft, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Unterstützer der Aktion sind die Deutsche Bischofskonferenz, das Bonifatiuswerk, die Hilfsorganisation Misereor und auch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Auch drei Meerbuscher Jugend-Gruppen sind beteiligt. In Ossum-Bösinghoven werden die Jungschützen der St. Pankratius-Bruderschaft in Abstimmung mit dem Bürgerverein sämtliche Ruhebänke im Dorf erst säubern und anschließend neu streichen. In Nierst werden in Regie der Offenen Kinder- und Jugendarbeit „Karibu“ St. Cyriakus gemeinsam Insektenhotels gebaut und Blumensamen-Bomben hergestellt, um Bienen, Hummeln und Co. etwas Gutes zu tun. Dazu gestalten und verteilen die Teilnehmer Info-Karten mit Wissenswertem über Insekten. Die Messdiener-Leiterrunde der Büdericher Pfarrgemeinde St. Mauritius und Heilig Geist möchte sich um Geflüchtete kümmern, bietet aus diesem Grund ein „dinner for you“ und einen gemeinsamen Ausflug zum Kennenlernen an.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage freut sich, dass die Idee auch von Meerbuscher Gruppen aufgegriffen wird. „Sich Gedanken machen, Verantwortung übernehmen und selbst aktiv werden. Das sind Qualitäten, die man nicht früh genug fördern kann. Ich bin sicher, unsere Gruppen werden mit viel Eifer bei der Sache sein. Vielleicht kommen bis zum Startschuss am 23. Mai ja noch weitere Ideen aus Meerbusch dazu.“

„Katholische Jugendverbandsarbeit ist eine wichtige Säule der Jugendarbeit in unserem Land“, sagt Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer über die geplante Aktion. „Neben der Vermittlung christlicher Werte erfassen die Jugendlichen ihre Verantwortung für sich und ihre Umwelt und setzen sich für das Gemeinwohl ein. Die Teilnehmer der Aktion liefern damit ein großartiges Beispiel, wie man sich gemeinsam wirkungsvoll für andere Menschen einsetzt.“

„Die Jugendlichen machen in 72 Stunden die Welt ein bisschen besser und setzen ein deutliches Zeichen für bürgerliches Engagement. Jede Aktion motiviert und ist ein Signal für alle Menschen in unserer Region“, so Johannes Minwegen, Vorsitzender des BDKJ-Regionalverbandes Krefeld-Meerbusch.

Übrigens: Eine Anmeldung zur 72-Stunden-Aktion ist weiterhin möglich. Interessierte Gruppen können sich unter www.72stunden.de registrieren und entweder ein eigenes Projekt mitbringen („Do-It“) oder sich per „Get-It“ ein Projekt zuteilen lassen.