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Meerbusch: Doppel-Umzug der Kitas

Meerbusch : Doppel-Umzug der Kitas

Eine Kita wechselt die Konfession: Der evangelische Kindergarten Neusser Feldweg öffnet morgen im schicken Neubau als Kita Himmelszelt. In den leeren Altbau zieht für ein Jahr die katholische Kita St. Nikolaus.

OSTERATH Der katholische Kindergarten St. Nikolaus in Osterath ist in seinem Übergangsquartier angekommen. Begeistert packen Maja (5), Anne (3), Paul (5), Kristian (5) und Frederike (3) ihr Spielzeug aus. "Seit Montag haben wir den Betrieb im ehemaligen evangelischen Kindergarten am Neusser Feldweg aufgenommen", sagt Ulla Ziebert, Leiterin der Kindertagesstätte.

Das hat seinen Grund: Rund ein Jahr lang wird das katholische Familienzentrum an der Fröbelstraße jetzt umgebaut. Über eine Million Euro kostet das Projekt, das den Kindergarten U3-tauglich machen soll. "Die Fläche des Gebäudes wird sich ungefähr verdoppeln", so Ziebert. Außer den Außenmauern würde fast nichts mehr stehen bleiben. Zudem kommen noch Anbauten dazu. Vier Gruppenräume plus je einem Neben-, einem Ruhe- und einem Waschraum sollen so entstehen. "In den Eingangsbereich kommt dann das Elterncafé", erklärt Ulla Ziebert.

Bereits vor über einem Jahr gingen die ersten Planungen los. In diese Zeit fällt auch die Entscheidung, in den ehemaligen evangelischen Kindergarten zu ziehen. "Die Idee kam im Kirchenvorstand auf", berichtet Ziebert. Das Problem: Die evangelische Kirchengemeinde hatte ihr ehemaliges Gebäude bereits für diesen Zeitpunkt verkauft. "Der Kirchenvorstand konnte den Käufer aber dazu überreden, uns für ein Jahr hier zur Miete wohnen zu lassen", sagt Ulla Ziebert. Dabei nutzen die 76 Kinder mit ihren dreizehn Betreuerinnen (vier Gruppen) nun ein Gebäude, das nur für drei Gruppen konzipiert ist. Das sei jedoch nicht schlimm: Als Übergangslösung haben sie den Bewegungsraum kurzerhand zum Gruppenraum gemacht. "Mit dem Landesjugendamt hat es keine Probleme gegeben, alle Genehmigungen sind da", sagt Ulla Ziebert.

Eine andere Möglichkeit sei gewesen, ins Pfarrheim Nussschale zu ziehen. Dies sei aber schnell verworfen worden. "Es hätten keine Kirchengruppen mehr das Pfarrheim nutzen können", so Ziebert. Zudem wäre es schwierig geworden, eine Genehmigung für einen Betrieb auf zwei Etagen zu erhalten. Durch den Umzug des evangelischen Kindergartens in den Neubau an der Insterburger Straße ergab sich unvermittelt eine ideale Lösung.

Im Übergangsquartier ist alles schon vorhanden, was das Kinderherz begehrt. "Wir haben von den Eltern nur positive Rückmeldungen erhalten", sagt Ziebert. Die Betreuerinnen zeigen beim Umzug vollen Einsatz: Sie verzichteten freiwillig auf eine Urlaubswoche und bewältigten den Umzug allein. In den neuen Räumen gibt es auch von Maja, Paul und Co Unterstützung. Sie verkünden ihr Urteil im Chor: "Schön ist es hier."

(RP)