Meerbusch: Doppel-Konverter: Stadt protestiert erneut

Meerbusch: Doppel-Konverter: Stadt protestiert erneut

Alles auf Anfang: Die Stadt Meerbusch wird in einer aktualisierten Stellungnahme erneut gegen den geplanten Doppel-Konverter am Netzverknüpfungspunkt Osterath protestieren.

Hintergrund: Vor wenigen Tagen wurde die aktualisierte Fassung des Netzentwicklungsplans vorgelegt; inhaltlich hat sich für Meerbusch gegenüber der Version von 2012 nichts geändert. "Falls der Netzentwicklungsplan 2012 nicht als Bundesbedarfsplan gesetzlich bestätigt oder gerichtlich aufgehoben werden sollte, wäre der Netzentwicklungsplan 2013 die Grundlage für spätere Planfeststellungsverfahren", erklärte Heiko Bechert, Fachbereichsleiter Umwelt, jetzt den Politikern im Planungsausschuss. "Deshalb ist es notwendig, die Bedenken, die gegen den Standort des Konverters in Osterath vorgebracht worden sind, im laufenden Konsultationsverfahren noch einmal zu wiederholen und zu bekräftigen."

Vorrangiges Ziel der Stadt Meerbusch ist es aber, dass der Netzverknüpfungspunkt Osterath gar nicht erst im vom Bundestag noch zu beschließenden Gesetz auftaucht. "Die Kuh ist noch nicht vom Eis", warnte Bechert. Am Mittwoch hatte im Bundestag die Erste Lesung zu dem Gesetz stattgefunden; der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer hatte mit Blick auf Osterath massive Kritik am Netzausbau geäußert und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ein "Planungsdesaster" vorgeworfen.

Sollte das Gesetz so beschlossen werden, müsste in einem Umkreis von zehn Kilometern oder darüber hinaus nach alternativen Standorten gesucht werden. "Leider gibt es noch viele Unwägbarkeiten", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Damblon. "Wir müssen den Widerstand auf konstantem Niveau halten."

Für den Widerstand zeichnet insbesondere die "Initiative gegen den Doppel-Konverter Osterath" verantwortlich. Wird sie auch die Bürger dazu aufrufen, gegen den Netzentwicklungsplan Einwendungen einzubringen? "Darüber werden wir am Wochenende entscheiden", kündigte ein Sprecher der Initiative an. Einwendungen können geschickt werden an konsultation@ netzentwicklungsplan.de

(cap/mrö)
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