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Meerbusch: Digitale Tafeln statt Kreide

Meerbusch : Digitale Tafeln statt Kreide

An beiden Gymnasien und der Gesamtschule sind Lehrer und Schulleiter zufrieden mit der technischen Ausstattung. Elektronische Smartboards gehören mittlerweile in diversen Klassen zum Unterrichtsalltag.

Die weiterführenden Schulen in Meerbusch sind modern ausgestattet — so sieht das jedenfalls Klaus Heesen, Schulleiter der Maria-Montessori-Gesamtschule. "Ich bin mit dem aktuellen Stand der Technik hier sehr zufrieden." Ebenso die Lehrer am Meerbusch-Gymnasium und der Leiter des Mataré-Gymnasiums. "Das hat sich alles in den vergangenen zehn Jahren revolutioniert", sagt Mataré-Direktor Jörg Winterwerb.

Die Schüler sind ebenfalls von den Möglichkeiten überzeugt: Jeder von ihnen hat ein PC-Benutzerkonto. Mit eigenem Benutzernamen und Kennwort besteht für die Schüler ein Zugang zum Internet — auch von zu Hause aus. Henning Rogge, Oberstufenschüler des Meerbusch-Gymnasiums, nutzt dieses Angebot: "Ich finde es sehr gut, dass ich von zu Hause aus auf die Dinge, die wir im Unterricht gemacht haben, zugreifen kann."

Probleme? Rechenzentrum hilft

Alle Schulen der Stadt Meerbusch werden vom Rechenzentrum KRZN in Kamp-Lintfort betreut. Sowohl der Koordinator für das Pädagogische Netz der Montessori-Gesamtschule, Ulrich Vincenz, als auch der Schulnetzkoordinator des Meerbusch-Gymnasiums, Ulrich Franzen, stehen im ständigen Kontakt zum KRZN und helfen vor Ort bei Problemen mit Computern oder der Anmeldung und Registrierung von Schülern.

Doch nicht nur die Internet-Nutzung ist in den Schulen weit verbreitet, sondern auch Computer, Beamer und Smartboards. Diese digitalen Tafeln bestehen aus einer elektronischen Projektionswand, die in Verbindung mit einem Computer oder Beamer funktioniert. Solveig Hagen, Lehrerin am Meerbusch-Gymnasium, gestaltet ihren Unterricht gerne multimedial: "Es bietet einem viele Vorteile, mit Technik zu arbeiten. Man kann auch auf Smartboards schreiben, das ist ein guter Tafelersatz."

Digitale Tafeln werden immer beliebter an Schulen. Auch das Mataré-Gymnasium nutzt sie. Schulleiter Winterwerb unterstreicht, dass Smartboards Möglichkeiten zur Vernetzung bieten: "Lehrer können Filme und Diagramme zeigen und sogar aufs Internet zugreifen."

Gesamtschulleiter Heesen, der seinen Unterricht seit zwei Jahren ausschließlich mit dem Smartboard gestaltet, hält die Kreidetafel für jeden Klassenraum jedoch weiter für unverzichtbar: "Wir müssen darauf achten, dass die Schüler nicht verlernen, mit Büchern zu recherchieren." Denn viele Schüler bevorzugen mittlerweile die digitale Variante. "Ich wünsche mir, dass in jedem Klassenraum ein Smartboard hängt", meint Svenja Licht, Schülerin des Meerbusch-Gymnasiums. Allerdings wären mit dem klassenweisen Einbau enorme Kosten verbunden.

"Technik kostet Geld", erklärt Winterwerb. Zwar werden die Schulen vom Schulträger unterstützt, doch bereits Netbooks für jeden Schüler wären nur schwer finanzierbar. "Da müssten sich die Eltern beteiligen", schlägt Winterwerb vor. Bei all dem technischen Fortschritt müssten die Schulen aber auch auf die Sozialverträglichkeit der Maßnahmen achten.

(RP/rl)