1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: "Die Stimme von Lank" wird morgen 80 Jahre

Meerbusch : "Die Stimme von Lank" wird morgen 80 Jahre

Lothar Großpietsch hat sich bei vielen gesellschaftlichen Ereignissen unentbehrlich gemacht. Als Moderator, Chor- und Heimatkreismitglied mischt er überall mit. Im Sommer will er seinen Geburtstag nachfeiern

Ob die Werbegemeinschaft "Rund um Lank-Latum" etwas zu feiern hat, der Heimatkreis aktiv wird, die Kulturstammtisch-Freunde sich treffen oder der Stephanus-Chor vor einem Konzert steht - Lothar Großpietsch mischt überall mit. Die Moderationen des Mannes, der den Beinamen "die Stimme von Lank" trägt, sind beliebt. "Ich mache das aus dem Bauch heraus, ohne Manuskript", sagt Großpietsch, der morgen seinen 80. Geburtstag feiert.

2012 wollte sich das Allround-Talent von diesem aktiven Part beim Nikolausmarkt zurückziehen. Doch seine Abwesenheit dauerte lediglich ein Jahr, Großpietsch kehrte wieder zurück, "auch wenn es ziemlich anstrengend ist", verrät er. Dafür kam ihm eine Fahrt des Stephanus-Chors im Sommer 2014 nach Polen gerade recht: "Es war eine Reise zu meinen Wurzeln", sagt der Latumer.

Dort, im schlesischen Neurode, wurde er geboren, kam nach der Vertreibung ins Rheinland und 1966 schließlich nach Lank-Latum. Die Reise in die Heimat - sein Bruder Alfred war dabei - führte auch in die Neuroder St. Nikolaus-Kirche: "Dort wurde ich getauft, war Ministrant und bin zur Kommunion gegangen", erinnert er sich.

Dass der Stephanus-Chor, der auf 40 geistliche und weltliche Konzerte verweisen kann, jetzt an diesem Ort eine Messe sang, war ein besonderes Erlebnis für Großpietsch, der in diese Chor-Vereinigung viel Herzblut gesteckt hat. Vor zwei Jahren ist er nach 40-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit zur Kandidatur als erster Vorsitzender nicht mehr angetreten. Aber noch heute nimmt der jetzige Ehrenvorsitzende oftmals an den Chorproben teil. Und auch, wenn die "Heimatfreunde" beim Schützenfestumzug mit marschieren, ist der Organisator der "Zylinder-Kompanie" aktiv dabei. "Alles ehrenamtlich", betont Großpietsch. Genauso wie sein Einsatz als Heimatkreis-Beiratsmitglied unter anderem bei den Frühlings- und Herbst-Volksliedersingen in der Teloy-Mühle und der Vorbereitung von Festivitäten.

Das Lanker Original engagiert sich sehr für seinen Stadtteil, in dem er sich wohlfühlt. "Meine Frau und ich lieben die Beschaulichkeit und die Nähe zu Düsseldorf gleichermaßen", sagt er. "Zurück aus dem Großstadt-Rummel schätzen wir die Atmosphäre um den Alten Markt, die Landschaft und die Möglichkeit, Radtouren zu machen." Er und seine Frau Marlis, die unmittelbar im Schatten der St. Stephanus-Kirche leben, sind die Ausflüge in die Niederrheinlandschaft bis nach Liedberg oder Kevelaer ebenso wichtig, wie die Reisen in fremde Länder und Kulturen. "So halten wir uns rundherum fit", sagt er.

Die Sommermonate verbringt das Ehepaar gern in Lank. Dort wird Großpietsch seinen Geburtstag nachgefeiert. Denn auch Ehefrau Marlis rundet dieses Jahr. "Wir werden zusammen 150 Jahre alt", sagt er. Das soll gefeiert werden.

(RP)