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Meerbusch: Die Stadt als Bauherr

Meerbusch : Die Stadt als Bauherr

Meerbusch wurde 40 Jahre alt – und hat viel gebaut. Die Mediothek in Büderich wurde ebenso fertig wie das Bürgerhaus Lank-Latum und der Wertstoffhof in Strümp. Bei der Großbaustelle am Deich herrscht "Halbzeit".

Das Jahr 2010 hinterlässt in Meerbusch vor allem bauliche Spuren. Drei lange geplante städtische Großprojekte wurden fertig. Auch an der L137 durch Büderich und am Deich zwischen Langst-Kierst und Uerdingen wurde kräftig gebaut. Im einzelnen:

Mediothek Nach 13 Monaten Bauzeit eröffnete Meerbusch im Juli die neue Bücherei am Dr.-Franz-Schütz-Platz. 600 Quadratmeter Fläche plus ein 97 Quadratmeter großer Multifunktionsraum warten auf Leseinteressierte. Insgesamt stehen dort rund 26 000 Medien. Das Haus kostete 3,2 Millionen Euro. Als Baukunst entschied sich die Politik für eine 46 200 Euro teure Installation des Berliner Künstlers Götz Lemberg, die nun zwischen 18 und 23 Uhr eingeschaltet wird. In der Bürgerschaft stoßen Illumination und Öffnungszeiten des Hauses auf Kritik.

Bürgerhaus Lank Kurz vor Weihnachten weihte die Stadt das neue Bürgerhaus am Rand von Lank ein. Das 3,2 Millionen Euro teure Gebäude ist ans Technische Dezernat an der Wittenberger Straße angebaut. Es enthält eine Bücherei-Zweigstelle, ein Bürgerbüro, eine Lehrküche sowie Räume für VHS, Musikschule, Awo, DRK und Ratsausschüsse. Im Vorfeld hatte es Kritik an der abgelegenen Lage und der Höhe der Baukosten gegeben.

Bauhof Im Juli ging der neue Wertstoffhof an der Berta-Benz-Straße (hinter dem Neubaugebiet Strümper Busch) in Betrieb. 13 Container für Sperrgut und Grünabfälle stehen bereit. Der Wertstoffhof wurde als erster Teil des neuen Baubetriebshofs der Stadt fertig. Dieser kostet insgesamt fünf Millionen Euro und soll den alten Bauhof an der Moerser Straße ersetzen. Rund 35 städtische Fahrzeuge finden dort unter der holzüberdachten Remise ihren Platz. Hubwagen und die Fahrzeuge für den Winterdienst stehen in einer Großgarage. Ein Salzsilo und ein Laugentank sollen die Streuwagen der Stadt ständig mit Nachschub versorgen.

Straßenbaustelle Im November wurde der vorletzte Abschnitt der L137-Sanierung zwischen Post- und Dorfstraße beendet. Ab 10. Januar soll dann der letzte Bauabschnitt (Dorfstraße/Necklenbroicher Straße) in Angriff genommen..

Deichsanierung Zwischen April und Oktober ließ der Deichverband rund die Hälfte des 6,2 Kilometer langen Hochwasserschutzes zwischen Langst-Kierst und Krefeld-Uerdingen sanieren. In Nierst richteten die Deichbauer extra eine Anlegestelle für Frachtschiffe ein. Dort wird das Baumaterial (Lehm, Kies) für den neuen Schutzwall angeliefert. Im kommenden Jahr sollen die 19,9 Millionen Euro teuren Arbeiten abgeschlossen werden. Ärger hatte es um eine Reihe aus 83 Pappeln am Werthhof bei Nierst gegeben, die Umweltschützer gerne erhalten hätten. Laut Deichverband war das jedoch nicht möglich. Die Bäume wurden im Januar gefällt.

(RP)