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Meerbusch: Die Mustersiedlung

Meerbusch : Die Mustersiedlung

Die Böhlersiedlung galt in den 50er-Jahren als Vorzeigeprojekt. Sogar Kanzler Adenauer kam vorbei, um sich zeigen zu lassen, wie die Böhler-Arbeiter in der Werkssiedlung auf vorbildliche Weise untergebracht waren: ein "proletarisches" Gegenbild zum noblen Meererbusch – finanziert von Böhler.

Die Böhlersiedlung galt in den 50er-Jahren als Vorzeigeprojekt. Sogar Kanzler Adenauer kam vorbei, um sich zeigen zu lassen, wie die Böhler-Arbeiter in der Werkssiedlung auf vorbildliche Weise untergebracht waren: ein "proletarisches" Gegenbild zum noblen Meererbusch — finanziert von Böhler.

Nun will die GWH die Siedlung erneut zum Muster machen: dafür, wie ein in die Jahre gekommenes, ehemaliges Arbeiterquartier wieder zu einem attraktiven Wohnstandort wird, der die verschiedensten Mietergruppen anzieht. Und das, ohne dass langjährigen Bewohnern, die dort von der Sozialcharta festgeschriebene Mini-Mieten zahlen, gleich massenhaft gekündigt wird.

Zurzeit werden leer stehende Wohnungen renoviert. Auch ein Teil der Neubauten soll später als Sozialwohnungen angeboten werden. Die meisten Neubauten sollen durch ein "Parkband" — eine lange, gewundene Baumreihe mit Rasenflächen — verbunden werden. An der Fassade eines der Hochhäuser am Laacher Weg ließ die GWH inzwischen ein großflächiges Wandbild anbringen — zur besseren Identifikation der Bewohner mit ihrer Siedlung.

(RP/rl/ila)