Die Mensen der Meerbuscher Schulen waren Thema im Schulausschuss.

Schulessen in Meerbusch : Bowl Food ist der Renner

Die Verpflegung  in den weiterführenden Meerbuscher Schulen war Thema im Ausschuss für Schule und Sport. Gesundes Essen ist allen Verantwortlichen wichtig. Diskutiert wurde über bargeldoses Bezahlen.

Gesundes Essen wird in der Gesellschaft immer wichtiger. Doch gilt das auch in den Meerbuscher Schulen? Oder ist hier eher Fast Food angesagt? Um diese Frage zu klären, wurde die Verwaltung vom Ausschuss Schule und Sport beauftragt, die Mittagsverpflegung in den Schulen zu überprüfen.

Um sich Fachkompetenz zu bedienen, lud die Verwaltung im vergangenen Jahr die Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung NRW ein. Diese ist der zentrale Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Kita- und Schulverpflegung in Nordrhein-Westfalen. Träger ist die Verbraucherzentrale NRW, so dass die Vernetzungsstelle als unabhängige und neutrale Institution gelten kann. Sie machte sich vor Ort ein Bild von den Mensen in den vier weiterführenden Schulen und sprach mit allen Beteiligten. Ihr Fazit: Grundsätzlich habe man bei den Besuchen gute Gegebenheiten vorgefunden, um den Schülern ein entsprechendes Angebot von guter Ernährung in einer angenehmen Atmosphäre anzubieten.

„An allen weiterführenden Schulen wird eine gesunde und ausgewogene Mittagsmahlzeit angeboten“, bilanzierte Kirstin Gembalies-Wrobel von der Vernetzungsstelle. Doch natürlich gäbe es auch noch Verbesserungspotenzial. Wie die Bildung eines Partizipationsausschusses, in dem mit Schülern und Eltern diskutiert werde, was konkret gekocht oder beim Caterer bestellt werde.

Gäbe es auch bio, vegetarisch oder vegan, wollte Constantin-Maurice Ippers von den Grünen wissen. „Wir betreiben keine Kantinen, die nur satt machen sollen, sondern haben den Erziehungsauftrag Gesundes Essen“, unterstrich Burkhard Wahner, Leiter der Städtischen Realschule, der die weiterführenden Schulen im Schul- und Sportausschuss vertritt. Das sei den Schulen sehr wichtig. Zunächst müsse man den Schülern Esskultur beibringen, die nicht alle von zuhause mitbrächten. Zudem werde das Thema Essen in den Unterricht integriert und mit besonderen Angeboten verstärkt. Beispielsweise werden die Schüler in den Klassen 6 der Realschule im Fach Ernährungslehre mit einer ausgewogenen Ernährung vertraut gemacht. Wahner ist klar, dass das Essen „tasty“ sein solle und moderne Trends aufgegriffen werden müssten. Wie das Bowl Food, das im Mataré-Gymnasium eingeführt wurde. „Wir haben das gleich übernommen und es ist ein Renner“, berichtete der Schulleiter. Beim Bowl Food können sich die Schüler selbst aus verschiedenen Zutaten eine leckere Schüssel gesundes Essen zusammenstellen. Doch essen die Schüler wirklich in den Mensen oder bestellen sie sich auch mal Pizza beim Pizzaboten oder kaufen sich Chips und Süßes? Diese Sorge trieb die Ausschussmitglieder um.

Bargeldloses Bezahlen könne ein Mittel sein, dieses zu verhindern, meinten sie. Dann hätten die Schüler kein Geld in der Tasche, sondern könnten sich nur in der Mensa versorgen. Mit einer Geldkarte könnte man auch Subventionen für bedürftige Schüler kaschieren, meinte Klaus Rettig (FDP). Über die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlens soll mit den Schulen noch weiter diskutiert werden. Diese haben sich bisher distanziert gezeigt.

Ein weiterer Vorschlag der Vernetzungsstelle betrifft die Ausstattung der Mensen. Die Aufenthaltsqualität könne durch schönere Möblierung optimiert werden. Gleichfalls sollten die Außenbereiche in den Schulen so gestaltet werden, dass sie vermehrt durch die Schüler genutzt werden können. „Daran arbeiten wir“, unterstrich Schuldezernent Frank Maatz. Sogar die meist sparsame FDP zeigte sich bereit, in diesem Bereich zu investieren. Die Verwaltung will nun Vorschläge erarbeiten, damit im nächsten Haushalt hierfür Mittel bereit gestellt werden können.

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