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Meerbusch: Die Meerbuscher Geschenke-Kiste

Meerbusch : Die Meerbuscher Geschenke-Kiste

Auch die Stadt ist in das Geschäft mit Souvenirs eingestiegen. Die Bandbreite der Meerbusch-Mitbringsel ist dabei erstaunlich groß. Die städtische Internetseite zählt inzwischen 19 Artikel auf.

Die Kommune offeriert beispielsweise das Stadtwappen "zum Anbeißen" in Edelschokolade (Vollmilch und Halbbitter) für 3,50 Euro, einen Schlüsselanhänger mit Stadt-Schriftzug auf hellblauem Filz (3,50 Euro) oder einen DIN-A4-Spiralblock für Notizen mit dem beliebten, sehr detailreichen Comic-Poster "Der Meerbuscher" des Lanker Grafikers David Norman auf der Vorderseite. Champagner und Kaviar sind in der "Stadt der Millionäre" nicht im Souvenir-Angebot, aber immerhin flaschenweise Meerbusch-Sekt für jeweils 7,50 Euro (Eigenwerbung: "für viele Anlässe ein prickelndes Geschenk").

Auch modisch hat die städtische Geschenke-Kiste einiges zu bieten: So könnten Krawatten mit dem Logo der "Meerbusch-Welle" (in Blau und Orangefarben, 15 Euro) unter allerlei Weihnachtsbäumen auftauchen. Für die Damenwelt gibt es ein Seiden-Halstüchlein in Blau-Orange (auch mit Welle, für zehn Euro).

Auf Freunde aus allen Altersgruppen warten verschiedenfarbige Meerbusch-Schirmmützen. Ansehen kann man sich die Stücke in den Geschenkvitrinen der Bürgerbüros. Alle Artikel des Sortiments sind auch auf der Internetseite der Stadt unter www.meerbusch.de (unter "jetzt auch online stöbern") mit Foto und Kurzbeschreibung hinterlegt. Einen Online-Shop hat die Stadt bewusst nicht eingerichtet. "Der Weg zum Bürgerbüro ist kurz, und man erspart sich Aufwand durch Bestellung, Überweisung und Versand", so Stadtsprecher Michael Gorgs.

Als Klassiker hat sich mittlerweile der Meerbusch-Kaffee aus Fairem Handel etabliert. Der Bio-Kaffee, der außer in Bürgerbüros auch in den Regalen der Meerbuscher Weltläden steht, wurde im Jahr 2003 im Rahmen einer Kampagne zur Lokalen Agenda 21 eingeführt und wird seitdem verlässlich gut verkauft. Inez Allerding vom Stadtmarketing sorgt dafür, dass das Souvenir-Sortiment laufend aufgefrischt und durch originelle Neuheiten ergänzt wird.

"Die Artikel müssen in einem bestimmten Preissegment liegen, sie sollen nützlich sein und den Leuten Spaß machen", sagt sie. Nicht zuletzt sei der Kauf eines Meerbusch-Präsents auch ein schönes persönliches Bekenntnis zur Heimatstadt am Rhein. Ein solches Bekenntnis kann bisweilen ganz lebensnah ausfallen.

So ging auch schon ein Kuvert mit Meerbusch-Autoaufklebern vom Rathaus per Post auf die Reise ins bayerische Kolbermoor. Der Grund: Ein vor mehr als zehn Jahren in den Landkreis Rosenheim übergesiedelter Nierster möchte unter seinen ur-bajuwarischen Nachbarn für die Heimat am Niederrhein werben: "Alle sollen wissen, wo ich herkomme", schrieb der Mann.

(RP)