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Meerbusch: Die Meerbuscher Existenzgründer

Meerbusch : Die Meerbuscher Existenzgründer

Auf dem Areal Böhler gibt es in Gebäude 37 renovierte Büroräume für Menschen, die sich selbstständig machen. Die ersten ziehen Anfang nächsten Monats ein. Die Geschäftsführung subventioniert die Gründer drei Jahre lang

Es ist eines der unscheinbaren Gebäude auf dem Gelände, das mit der Nummer 37 gleich am Eingang zum Areal Böhler, von der Hansaallee aus links. Aber auf den gut 600 Quadratmetern in den drei Etagen soll in den kommenden Jahren etwas Großes entstehen. Frank Dehorn, Geschäftsführer der Böhler AG, hat dort Büroräume so renovieren lassen, dass sich ab dem 1. April bis zu 24 Existenzgründer einrichten können. Zuvor standen die Räume nach dem Auszug des Zentrums für Reisemedizin leer. "Damit bieten wir ihnen eine Starthilfe für ihr eigenes Unternehmen", sagt er.

Die Idee entstand vor etwa einem Jahr. Wirtschaftsförderin Heike Reiß begrüßte das Vorhaben, setzte es für die Stadt um und fand in Lisa Henke eine Beraterin, die die Existenzgründer unterstützt — und auch selbst demnächst eines der Büros beziehen wird. Die ersten fünf Mieter sahen sich nun ihre neuen Arbeitsplätze im Dachgeschoss an, sechs weitere Existenzgründer folgen in den kommenden Wochen. 13 Büros sind noch frei.

Die Räume sind zwischen zehn und 40 Quadratmeter groß. Im Erdgeschoss gibt es ein Sekretariat für alle Mieter. In den ersten drei Jahren unterstützt Böhler die Unternehmer, indem sie pro Quadratmeter lediglich 6,50 Euro Miete inklusive Strom und Heizung sowie einem Parkplatz zahlen. Nach den drei Jahren endet die Subvention. "Wir gehen davon aus, dass die Gründer sich dann so weit entwickelt und vergrößert haben, dass sie in ein anderes Objekt auf unserem Gelände ziehen können", sagt Dehorn.

Einer, der vor zwölf Jahren ebenfalls seine eigene Firma gegründet hat, ist Jens Hohenbild. Der Geschäftsführer des Osterather Büromöbel-Dienstleisters Inwerk beneidet seine Nachfolger nahezu. "Sie haben nicht nur den Vorteil, dass sie in ihrer Branche bereits langjährige Erfahrung gesammelt haben, sondern finden hier fantastische Arbeitsbedingungen vor", meint er. Während Hohenbild eine komplette Miet- oder Leasing-Einrichtung je nach Größe des Raumes und Budget des Kunden anbietet, hilft Lisa Henke den Pionieren mit ihrem Know-how. "Ein, zwei Mal im Monat setzen wir uns alle zusammen", sagt sie. "Dann sprechen wir über die Entwicklung, die Probleme — und wie sich jeder verbessern kann."

(RP/rl)