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Meerbusch: Der vergessene Parkplatz von Osterath

Meerbusch : Der vergessene Parkplatz von Osterath

Die Parkfläche an der Meerbuscher Straße wird heute Thema im Hauptausschuss.

Schlaglöcher, abgesackte Stellen und bei Regen riesige Pfützen — über den Zustand des Parkplatzes an der Meerbuscher Straße, auch "Hobby-Blum-Parkplatz" genannt, beschweren sich nun Anwohner in einem Bürgerantrag. Sie fordern von der Stadt eine Komplettsanierung. Initiatoren des Antrags sind die Anwohner Sylvia und Hendrik Coers. 15 weitere Unterschriften liegen der Stadtverwaltung laut dem Antrag vor.

Der heute tagende Hauptausschuss wird den Antrag allerdings voraussichtlich nicht selbst behandeln, sondern an den Bauausschuss verweisen. "An dem Parkplatz ist seit der Ortskernsanierung von Osterath nichts mehr gemacht worden", sagt Sylvia Coers. "Für mich ist er wie ein vergessener Fleck in Meerbusch". Zwei Parkbuchten sind derzeit außerdem unbenutzbar, weil sie mit Warnzäunen abgesperrt wurden. "Dort haben sich zwei große Löcher gebildet", berichtet die Anwohnerin. Seit dem Sommer sei die Fläche abgesperrt.

Coers beobachtet seit längerem, dass viele Autofahrer vorübergehend auf der Meerbuscher Straße und auf dem Gehweg parken und dadurch den Verkehr blockieren. "Außerdem ist das für Kinder gefährlich", sagt die Mutter. Sie vermutet, dass den Fahrern der Parkplatz zu dreckig und zu unsicher ist: "Eine Nachbarin ist dort schon mit ihrem Wagen aufgesetzt." Einige Bereiche sind asphaltiert, andere sind mit Kies aufgefüllt, der stellenweise absackt. Auch der Behindertenparkplatz ist nach Coers Meinung an einer gefährlichen Stelle angelegt worden. "Dort ist es teilweise abschüssig, mit einem Rollstuhl stelle ich mir das schwierig vor", sagt sie. "Der Parkplatz sieht fürchterlich aus", pflichtet auch Jörg Kroes, Vorsitzender des Werbe- und Interessenrings Osterath bei. Händler aus der Umgebung hätten sich bei ihm allerdings noch nicht über den Zustand der Parkfläche beklagt. Eine Sanierung würde er als Aufwertung der Umgebung vor allem für die umliegenden Geschäfte begrüßen.

So sieht es auch Sylvia Coers. Mit dem Bürgerantrag zieht sie die Konsequenz aus einer längeren Behördenkorrespondenz. Coers habe sich mehrfach bei der Stadtverwaltung danach erkundigt, was man mit dem Parkplatz vorhabe. "Vergangenes Jahr habe ich auf meine Frage, was mit dem Gelände passieren soll, die Antwort bekommen, man sei an der Sache dran", berichtet sie. Dieses Jahr habe sie nochmals nachgehakt. Ergebnis: Man wisse noch nicht, was mit dem Parkplatz geschehen soll.

(RP/rl/ila)