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Meerbusch: Der neue Stolz der Feuerwehr

Meerbusch : Der neue Stolz der Feuerwehr

Die neue Drehleiter kostet so viel wie eine kleine Villa im Meererbusch und bietet zahlreiche neue Features. Gestern wurde das Fahrzeug von Bürgermeister Dieter Spindler an Feuerwehrchef Herbert Derks übergeben.

Osterath Ihren ersten Einsatz hatte die neue Drehleiter der Feuerwehr Meerbusch bereits vor der offiziellen Übergabe gestern Nachmittag. Als vor wenigen Tagen eine zwölf Meter große Birke während eines Sturms auf eine denkmalgeschützte Villa im Meererbusch stürzte, rückten die Wehrleute mit ihrem neuen Schätzchen aus. Das Schätzchen ist eher ein Schatz, kostete in der Anschaffung 585 000 Euro — so viel wie eine kleine Villa im Meererbusch.

30 Meter lang ist die neue Drehleiter — genauso lang wie beim Vorgängermodell. Doch die Neu-Investition spart etwas für Feuerwehrleute sehr kostbares: Zeit. "Wir sind jetzt viel schneller einsatzbereit", sagt Oberbrandmeister Christian Marsek (42). Zum Beispiel, weil im obersten Element der Drehleiter bereits ein Löschrohr vorinstalliert ist. "Bisher mussten wir immer erst den Schlauch dort anbringen." Oder im Winter Schneeketten aufziehen. Die neue Drehleiter hat Schleuderketten. Sie werden auf Knopfdruck zugeschaltet.

Ein einzelner Feuerwehrmann genügt, er steuert die Leiter über zwei Joysticks. Sie kann gleichzeitig drehen, schwenken und ausfahren, auch das spart Zeit. Sichtbarste Änderung zum Vorgängermodell, das mehr als 15 Jahre auf dem Buckel hat: Die neue Drehleiter hat ein zusätzliches Gelenk, so kann der Korb abgeknickt werden. Das dient der Sicherheit. "Bisher konnten wir beispielsweise bei einer Personenrettung nur an die Balkonbrüstung fahren. Jetzt können wir den Korb auf dem Balkon aufsetzen", sagt Marsek. Die neue Drehleiter wird bei der Hauptfeuerwache in Osterath stehen. Das Vorgängermodell wird nicht etwa ausgemustert: Es kommt zur Wache in Büderich.

(RP)