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Der Böhler Radweg soll als Eingangstor von Meerbusch gestaltet werden

Freizeit in Meerbusch : Böhler-Radweg mit Blühwiese, Graffiti und „schlauen“ Laternen

Die Verwaltung hat die Pläne für die Gestaltung der 1,4 Kilometer langen Fahrrad-Verbindung zwischen Büderich und Düsseldorf vorgestellt. Der Radweg bekommt eine besondere Beleuchtung. Acht Stelen sollen auf die Wahrzeichen der Stadtteile hinweisen.

(ena) „Das Konzept kann sich sehen lassen.“ Mit diesen Worten kündigte Dana Frey, Leiterin Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Meerbusch, die Gestaltungspläne für den 1,4 Kilometer langen Radweg Böhler an, der in Büderich beginnt und entlang der Stadtbahntrasse bis zum Areal Böhler führt.

Der Weg wurde mit Fördermitteln ausgebaut und wird seit 2019 von vielen Pendlern genutzt, obwohl er aus Sicht der Verwaltung noch gar nicht so richtig fertig ist. „Die Strecke ist ein Eingangstor zu unserer Stadt und soll deshalb attraktiv sein und einen gewissen Erlebniswert bekommen“, kündigt Dana Frey an. Das vorgeschlagene Motto: Landschaft-Industrie –Kultur.

Ideen In einem ersten Schritt soll der Abschnitt entlang des Areals Böhler in Angriff genommen. Da der Name Böhler weltweit als Synonym für Stahl steht, sind eine Infostele über die Geschichte der Böhler Werke, Schilder und Bänke aus witterungsbeständigem Cortenstahl geplant. Eine Wildblumenwiese ist bereits angelegt, in der Winterperiode sollen Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Acht Stelen, ebenfalls aus Cortenstahl, sollen die Wahrzeichnen der Meerbuscher Stadtteile zeigen. Ein Bürgerwäldchen mit heimischen Baumarten an der Wohnbebauung Büderich könnte das Gesamtkonzept abrunden. Weitere Ideen: Das alte Schalthaus soll ein Graffiti-Künstler zum Thema Rad gestalten, möglicherweise sogar die ganze Mauer entlang des Wegs. Außerdem ist für die Mitarbeiter der Firmen auf dem Areal Böhler eine Ruhezone geplant. Dort seien die Pläne übrigens schon auf große Zustimmung gestoßen, erzählt Dana Frey.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Technischer Beigeordneter Michael Assenmacher (Mitte rechts) haben den neuen Böhler-Radweg 2019 eröffnet. Matthias Unzeitig (links) und Daniel Hartenstein (rechts) haben die Baumaßnahme abgewickelt. Archiv: Stadt Meerbusch Foto: Stadt Meerbusch

Technik Am Böhler Radweg soll erstmals auf Meerbuscher Stadtgebiet eine Beleuchtungsanlage mit einem vollautomatischen Lichtmanagementsystem eingesetzt werden, die Energie spart und die Umwelt schont. Die Anlage ist besonders geeignet für Wege, auf denen nachts nicht viel los ist. Denn dann wird die Leuchtkraft der einzelnen Laternen heruntergeregelt. Nähert sich ein Radfahrer, wird sie wieder auf volle Leistung gebracht. Noch ist der Weg unbeleuchtet, aber die ersten „cleveren“ Laternen stehen schon.

Finanzierung Im Haushalt 2020 sind für die Bepflanzung Mittel veranschlagt, die die Gestaltungskosten aber nicht komplett abdecken. Zur weiteren Finanzierung hat die Verwaltung die Unterstützung des Umwelt-Fördervereins Meerbusch bekommen. Weitere Sponsoren werden gesucht: Interessierte Firmen und Gruppen können sich mit Geldspenden an der Gestaltung der Radstrecke beteiligen.