Meerbusch: Denkmalhof wird Doppelpraxis

Meerbusch: Denkmalhof wird Doppelpraxis

Auf einem Denkmalgrundstück an der Niederlöricker Straße 33 entstehen zwei Arztpraxen (für Plastische- und Kieferchirurgie) sowie ein Doppel- und ein Mehrfamilienhaus in "luxuriösem Standard".

BÜDERICH Der leer stehende Büdericher Denkmalhof an der Ecke Niederlöricker Straße/Lettweg wird bald wieder genutzt. Die beiden Flügel der Anlage sollen bis zum Sommer 2012 durch einen Neubau verbunden werden. Das teilt Kay Jensen vom Bauträger, der DJS Immobilien GmbH, mit. In den so entstandenen Komplex sollen zwei Arztpraxen einziehen: eine für Plastische- und eine für Kieferchirurgie. Bei dem Denkmal von 1950 handelt es sich um den einzigen originalgetreu erhaltenen Bau des überregional bekannten Architekten Emil Fahrenkamp (1885-1966).

Auf dem 4000 Quadratmeter großen Gartengrundstück wird (zur Niederlöricker Straße 35-39 hin) bis zum Frühjahr 2013 ein Mehrfamilienhaus mit 14 Tiefgaragenplätzen errichtet. Es hat zwei Etagen, darauf kommt noch ein Penthouse mit Dachterrasse. Geplant sind dort maximal fünf Wohnungen und zwei "Haus-in-Haus"-Einheiten in gehobenem Standard mit Größen zwischen 95 und 300 Quadratmetern. Käufer können bei der Aufteilung und Ausstattung der Wohnungen mitwirken. Die Wohnungen sind größtenteils barrierefrei und über einen Aufzug im Treppenhaus erreichbar.

Auf dem rückwärtigen Grundstück entstehen außerdem zwei Doppelhaushälften von 170 bis 180 Quadratmeter. Maklerin Nadine Baum (geschäftsführende Gesellschafterin Fohrer-Immobilien) hat bereits mit der Vermarktung begonnen. Sie ist zuversichtlich, die Wohnungen "angesichts der guten Lage und Exklusivität" schnell verkaufen zu können. Der Kaufvertrag für eine Doppelhaushälfte sei bereits unterschrieben. Die Preise reichen von 321 500 Euro für eine 95-Quadratmeter "Stadtwohnung" bis zu 1,05 Millionen für das 300 Quadratmeter große "Luxus-Penthouse" mit 125-Quadratmeter-Dachterrasse und eigenem Aufzug, das aber auch in zwei Wohnungen aufgeteilt werden kann.

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Die Bauherren mussten eine Reihe von Einschränkungen seitens der Politik in ihre Pläne einarbeiten (RP berichtete). So verzichteten sie auf ein ursprünglich geplantes, dreistöckiges Einfamilien-"Turmhaus" an der Einmündung des Lettwegs in die Niederlöricker Straße. Mit der jetzt gefundenen Lösung sind die Planer sehr zufrieden: Architekt Karl J. Stamm (Stamm-Jarmer Architekten) unterstreicht: "Das Denkmal wird sinnvoll genutzt und erhalten".

Bei den Neubauten sollen moderne Architektur und die Energieeffizienz ("Effizienzhaus 70") vereint werden. Beispielsweise wird die in allen Räumen installierte Fußbodenheizung durch Erdwärme mit Heizenergie versorgt. Für Bäume, die für die Arbeiten gefällt werden müssen, sind Ersatzpflanzungen im Garten geplant.

(RP)
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