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Meerbusch: Das muss in den Tornister

Meerbusch : Das muss in den Tornister

Der neue Ranzen ist gepackt. Bei Analena steigt die Spannung. In der nächsten Woche beginnt für sie das Leben in der Schule. Mutter Vesna rechnet vor, was die Ausrüstung für einen i-Dotz kosten kann.

Analena Sondermann sortiert Hefte, Stifte und Blöcke in ihren neuen Schulranzen ein und strahlt. In der nächsten Woche kommt sie endlich in die erste Klasse. Schon lange freut sich die Sechsjährige auf diesen Tag. Deswegen ist sie auch schon vor Wochen mit ihren Eltern losgezogen, um alles Wichtige für ihr erstes Jahr an der Pastor-Jacobs-Grundschule in Lank zu kaufen.

"Von der Schule haben wir eine Liste mit den Dingen bekommen, die sie benötigt", so Mutter Vesna Sondermann. "Dass sie so viel braucht, hätten wir anfangs nicht gedacht." Analena ist das erste Kind der Sondermanns, das in die Schule kommt. Ihr kleiner Bruder Philip (3) besucht seit wenigen Tagen erst den Kindergarten. Daher war die Familie anfangs erschrocken, wie viel die Erstausstattung kostet. 170 Euro haben sie allein für den Ranzen mit Federmäppchen, Stifterolle und Sporttasche bezahlt.

"Zum Glück hatten wir einen Gutschein des Herstellers, sonst wären wir nur für diese paar Teile auf über 200 Euro gekommen", erzählt Analenas Vater René.

Natürlich durfte Analena bei der Auswahl des Schulranzens mitreden: "Mein Tornister ist pink und lila und hat Glitzersteine. Die gefallen mir ganz besonders." Zusätzlich zum Schulranzen-Set bezahlten die Sondermanns über 120 Euro für Bunt-, Filz- und Wachsmalstifte, Zeichenblock, Schnellhefter, Malkasten, Arbeitshefte und Sportsachen. Und das ist längst nicht alles: Hat die Schule erst einmal angefangen, kommen auf die Eltern laufende Kosten zu. Buchschoner, neue Hefte und Stifte und natürlich Schulausflüge müssen bezahlt werden.

Viel Geld für eine junge Familie. Großzügig unterstützt wird sie von Analenas und Philips Großeltern, die nicht zögern, das eine oder andere Teil zu kaufen. Obwohl die baldige Erstklässlerin sich auf die Schule freut, ist sie auch ein bisschen traurig.

Schließlich musste sie sich von vielen Freunden im Katholischen Kindergarten in Lank verabschieden. Symbolisch wurden die Schulanfänger von den jüngeren Kindern und ihren Erziehern "rausgeschmissen". Ein Zeichen, dass der so genannte "Ernst des Lebens" für Analena und die anderen Kinder jetzt los geht. Ein bisschen Lesen und Schreiben kann das tanzbegeisterte Mädchen schon, den Rest wird sie in den kommenden vier Jahren an der Pastor-Jacobs-Schule lernen. Gemeinsam mit Tanten und Onkel wird Familie Sondermann in zwei Wochen die Einschulung der Sechsjährigen feiern.

Eine große Überraschung wird es an diesem Tag für Analena noch geben: Die selbst gebastelte Schultüte hat sie bisher noch nicht gesehen. Schon jetzt weiß sie aber: "Da sind ganz viele tolle Sachen drin."

(RP)