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Meerbusch: Das Deutsche Eck: "vorbildliche Planung"

Meerbusch : Das Deutsche Eck: "vorbildliche Planung"

Dieter Schmoll (57) ist Architekt und Stadtplaner und zugleich geschäftsführender Gesellschafter des renommierten Düsseldorfer Büros RKW (Rhode.Kellermann. Wawrowsky). Und er ist Meerbuscher. Er versteht die Kritik an der Gestaltung des Deutschen Ecks in keiner Weise.

"Was die Stadt Meerbusch hier geleistet hat, ist vorbildlich", sagt der Architekt, der sich noch gut an das erinnern kann, was vor der Gestaltung war. "Es gab hier nur eine Verbindungsstraße von der Heerdter Land- zur Düsseldorfer Straße", sagt er. Der alte Baum sei in die Planung einbezogen worden. Drumherum gäbe es weiteres Grün. "Der Platz ist hochwertig gestaltet. Er hat attraktive Bänke und die Verkehrsplanung ist klug angelegt", findet der Architekt und Städteplaner. "Auf diesem Platz kann man sich treffen", sagt Schmoll. Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister und Büros seien im Zentrum untergebracht. "Ein guter Mix", so der Architekt. Man solle nicht immer alles mies reden, sagt er an die Adresse der SPD, die mit ihrem Vorstoß den UWG-Mann auf den Plan gerufen hat. "Wir sind froh, Experten in unseren Reihen zu haben", sagt UWG-Chef Christian Staudinger-Napp. Die Oststraße findet auch Schmoll unattraktiv. Die Bebauung sei ungeordnet, Geschäfte geben auf. "Die Straße ist zu breit. Bürgersteige sind in keinem guten Zustand", konstatiert er. Doch viele Verbesserungen seien Sache der Hauseigentümer, weiß er. Bessere Bürgersteige und ein paar Bäume könnten helfen, setzt er deshalb auf Veränderungen mit kleinen Mitteln.

(RP)