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Meerbusch: Damblon bleibt CDU-Vorsitzender

Meerbusch : Damblon bleibt CDU-Vorsitzender

Mit großer Mehrheit ist Werner Damblon am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Meerbusch als Parteivorsitzender wiedergewählt worden.

58 der 63 Wahlberechtigten stimmten für den 53-Jährigen, der das Amt vor zwei Jahren von Carsten Herlitz übernommen hatte. "Das Vertrauen ehrt mich, ich werde versuchen, es in den kommenden Jahren zurückzuzahlen", sagte der neue alte Parteivorsitzende nach der Wahl.

Damblon hatte bereits angekündigt, bei der Kommunalwahl 2014 als Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten antreten zu wollen. Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) will im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl antreten.

Wiedergewählt wurden Petra Schoppe (59) und Jörg Wartchow (45) als stellvertretende Vorsitzende der CDU Meerbusch. Zwei Änderungen gibt es im Vorstand: Rechtsanwalt Sven-Thorsten Bauer (33) wurde zum neuen Geschäftsführer gewählt. Er tritt die Nachfolge von Mike Kunze (37) an. Kunze hatte auf eine Kandidatur verzichtet, nachdem ihn die Lanker CDU in der vergangenen Woche nicht auf ihre Vorschlagsliste für die Kommunalwahl gesetzt hatte. Nach 18 Jahren kandidierte Helga Hermanns (59) nicht mehr als Schatzmeisterin. Ihre Nachfolge tritt ihr bisheriger Stellvertreter Hans-Jürgen Denecke an. Hermanns wurde zur stellvertretenden Schatzmeisterin gewählt.

Damblon warb bei den Mitgliedern um Mithilfe bei der Aufstellung des Wahlprogramms für die Kommunalwahl 2014. "Wir müssen unsere langfristigen Ziele abstecken. In der Vergangenheit ist zum Beispiel der Masterplan Sport gestreckt worden. Bleiben wir bei dem — oder müssen wir was ändern? Welche Ziele verfolgen wir in der Schullandschaft? Soll die Kommune im sozialen Bereich einspringen, wenn Land und Bund ihre Förderungen streichen?" Drei Arbeitskreise sollen bis Jahresende die Positionen der CDU erarbeiten, alle 421 Mitglieder werden eingeladen, mitzuwirken.

Der Meerbuscher CDU-Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling berichtete über die Arbeit der Bundesregierung in Berlin, zog ein positives Fazit. "Wir legen im September einen Haushalt vor, der die Schuldenbremse enthält — drei Jahre früher, als es das Gesetz vorschreibt." Zum geplanten Doppel-Konverter erklärte Heveling: "Ich werbe bei meinen Fraktionskollegen dafür, die Flexibilisierung der Netzverknüpfungspunkte noch vorzunehmen." Eine Prognose sei schwierig.

(mrö)