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Corona-Tests von Martinus-Schule in Meerbusch

Corona in Meerbusch : Strümper Familien mussten in die Selbstisolation

Die Testlabore im Kreis haben aktuell viel zu tun – und dabei kommen Fehler vor. Weil nach einem positiven Pool-Test an der Strümper Martinus-Schule die Einzeltests nicht mehr auffindbar waren, mussten sich 28 Familien zwischenzeitlich isolieren.

Die Testlabore sind überlastet. Bei der Auswertung der PCR-Tests gibt es Verzögerungen. Omikron hat die Labore an ihre Grenzen gebracht. Das, was Schüler und Eltern der Martinus-Schule in Strümp am vergangen Wochenende erlebt haben, stößt jedoch auf kein Verständnis in der Elternschaft. „Das Labor Dr. Stein aus Mönchengladbach hat uns, die Eltern der 4b und der 3c, ein Wochenende lang in die Selbstisolation gezwungen, ohne offen zu kommunizieren“, sagt Olaf Becker, Vater einer Schülerin.

Was war passiert: Vergangene Woche Donnerstag wurden an der Grundschule routinemäßig Pool-Test durchgeführt – auch in der Klasse von Olaf Beckers Tochter. Im Verlauf des Nachmittags bekamen die Eltern eine Benachrichtigung durch das Labor Dr. Stein, dass der Pools positiv sei. „Das kann passieren“, sagt Becker. Denn, ist ein Pool positiv, werden sofort die Einzeltests ausgewertet. Bis zum nächsten Morgen 6.30 Uhr hätten die Resultate vorliegen müssen, damit negativ getestete Kinder weiter in die Schule hätten gehen können. 

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„Natürlich hat sich unsere engagierte Schulleiterin Anne Weddeling-Wolff sofort um Klärung bemüht. Doch die Anrufe im Labor liefen nur auf Vertröstung hinaus“, berichtet Becker. Die Kinder durften also am Freitag nicht in die Schule. Da das Gesetz vorsieht, dass sich Kinder und Eltern solange in Selbstisolation begeben müssen, bis ein negatives Ergebnis bestätigt wird, verharrten 28 Familien im Haus – die 3c hatte mittlerweile Entwarnung bekommen. Die Schulleiterin und auch Eltern riefen immer wieder vergeblich in Mönchengladbach an.

Am Sonntag Nachmittag erhielten die Eltern der betroffenen Klasse die Mitteilung, dass die Einzelproben nicht mehr im Labor auffindbar sind, obwohl vorher immer wieder betont wurde, die Proben seien in Bearbeitung. „Hier wurde nicht klar kommuniziert“, sagt Vater Olaf Becker. Das Einzige, was in der ganzen Misere funktioniert habe, sei der Kommunikationsfluss in der Schule, besonders mit der Schulleitung. Am Montag Morgen durften die Kinder nach einem negativen Test wieder in den Unterricht.