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Corona: Meerbuscher helfen sich in der Krise gegenseitig

Engagement in der Corona-Krise : Täglich frisches Essen unter dem Motto „Wir tun was“

In vielen Stadtteilen helfen sich die Menschen in der Corona-Krise gegenseitig. Mit Botengängen, dem Ausführen von Hunden oder einem Lieferservice.

„Unser Sport ist ja im Moment lahmgelegt“, sagt Ingo van Holt vom Vorstand des Vereins Treudeutsch Lank. „Deshalb stecken wir unsere Energie in Ideen, mit denen wir Menschen unterstützen können, die in dieser Krise Hilfe brauchen.“ Nachdem der kostenlose Einkaufsservice des „Verein engagiert“, der zum TD Lank gehört, ein Riesenerfolg geworden ist, kündigt van Holt an: „Wir haben nun das nächste Hilfsprojekt in Lank-Latum auf die Rampe geschoben.“ Der Name: „Wir tun was“.

Partner ist das Restaurant „Alte Weinschenke“ am Markt, Hauptstraße 32. Pächter Aziz Boulhrir kocht ab sofort täglich zum Selbstkostenpreis ein frisches Essen, das er dann portionsweise vakuumiert. „Die Speisen müssen dann nur noch im Wasserbad erhitzt werden“, erklärt der Koch. „Im Kühlschrank halten sich die vakuumierten Gerichte drei Tage lang.“ Im Angebot sind Hausmannskost wie Frikadellen mit Kartoffelstampf, Eintöpfe oder Nudeln mit Gulasch zum Preis von fünf bis sieben Euro, der Mindestbestellwert beträgt acht Euro. „In Kooperation mit „Verein engagiert“ und unter der Schirmherrschaft von TD Lank wird bis zur Haustür geliefert. Bestellungen können zwischen 9 und 16 Uhr im Restaurant unter Telefon 02150 9638000 oder über www.alte-weinschenke.de gemacht werden. Ingo van Holt sagt: „So haben Bedürftige die Möglichkeit, sich zu vertretbaren Preisen vernünftig zu ernähren.“

Auf viel Resonanz stößt auch die Nachbarschaftshilfe in Nierst und Langst-Kierst. „Wir haben deshalb unser Einsatzgebiet auf Ilverich erweitert“, sagt Ilona Appel vom Nierster Bürgerverein. Das Angebot: Hilfsbereite Bürger unterstützen ältere Menschen und solche, die zu einer Risikogruppe gehören. Sie erledigen beispielsweise Einkäufe und Botengänge zur Apotheke oder führen den Hund aus. Unterstützt werden sie dabei von den örtlichen Kirchen und Dorfvereinen. Die Koordination läuft über Ilona Appel, Tel. 02150 709652, 0151 67221554, ilona.appel@gmx.net.