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Meerbusch: Chorfenster von St. Stephanus "falten" sich - nun wird saniert

Meerbusch : Chorfenster von St. Stephanus "falten" sich - nun wird saniert

Um den "Leporello-Effekt" an den Fenstern zu beseitigen, haben sich die Verantwortlichen für den "Goetheglas"-Einsatz entschieden.

Nach langer Planungsphase wird jetzt zügig an der Sanierung der Chorfenster in der Lanker Pfarrkirche St. Stephanus - als dreischiffige Basilika 1841-1844 erbaut - gearbeitet. "Die Reparaturarbeiten sind dringend nötig", ergänzt Hans-Werner Schoenauer, Kirchenvorstand. Im Laufe der Jahre war an den Fenstern ein "Leporello-Effekt" festgestellt worden: "Das heißt, die Kunstverglasung schob sich wie ein Leporello zusammen und der Prozess konnte trotz weiterer intensiver Untersuchungen auch durch die jetzige Schutzverglasung nicht gestoppt werden."

Aufgrund einer detaillierten Prüfung zweier Lösungsmöglichkeiten haben sich die Verantwortlichen für eine ziemlich neue Methode der Restaurierung entschlossen: "Sie stellt eine Mischung dar." An die jetzige Stelle der Kunstverglasung wird ein so genanntes "Goetheglas" - mit seiner typischen unregelmäßigen Oberfläche von Fenstergläsern des 18./19. Jahrhunderts speziell für die Außenschutzverglasung historischer Kirchenfenster mit Bleiverglasung oder Glasmalerei empfohlen - in einer Rasterung eingebaut, die der Struktur der Kunstglasfenster folgt. Auf diesen Rahmen wird in geringem Abstand das restaurierte Kunstglasfenster von innen aufgebracht. "Dadurch ist die Kunstverglasung der Außenwitterung nicht mehr ausgesetzt", ergänzt Hans-Werner Schoenauer. Und auch das vor allem in Kirchengebäuden auftretende Kondensat schlägt sich nicht mehr an der Kunstverglasung, sondern am Trägerglas nieder. Unabhängig von dem Ergebnis, das ein Modell dieser neuen effektiven Methode bringen soll, steht fest: "Diese Variante stellt bauphysikalisch und denkmalpflegerisch die deutlich nachhaltigere Lösung dar."

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Die Obere (Landschaftsverband Rheinland/Brauweiler) und Untere (Technisches Dezernat Stadt Meerbusch) Denkmalbehörde haben dem Projekt zugestimmt. Bei einem reibungslosen Ablauf der umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen, werden die Arbeiten bis Mitte August beendet sein.

(mgö)