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Meerbusch: Chinesischer Investor kauft Meerbuscher Hof

Meerbusch : Chinesischer Investor kauft Meerbuscher Hof

Das 40 Jahre alte Gebäude soll bis nächsten Sommer kernsaniert werden und künftig ein gehobenes chinesisches Restaurant beherbergen. Geplant ist ein 500 Quadratmeter großer Wintergarten mit Glaskubus

Der "Meerbuscher Hof" im Stadtteil Bovert soll spätestens im nächsten Sommer nicht mehr wiederzuerkennen sein. "Unser Konzept sieht vor, dass die beigefarbene Fassade komplett verschwindet. Die Fassade wird weiß gestrichen, die Fensterrahmen setzen sich anthrazitfarben ab, die Balkone werden gläsern." Projektentwickler Elias Rayani blickt an dem fünfstöckigen Gebäude empor, als sehe er nicht den Bau Jahrgang 1972, sondern die Zukunft.

Makler Marcel Rayani (links) fädelte den Verkauf des "Meerbuscher Hof" ein; der Investor gab die Projektentwicklung in die Hände von Mona Rayani und Elias Rayani. Foto: Dackweiler, Ulli (ud)

Wechselvolle Jahre hat der "Meerbuscher Hof" hinter sich. Vor 13 Jahren fand sich niemand, der das Hotel mit knapp 1700 Quadratmeter Nutzfläche kaufen wollte, es kam in die Zwangsversteigerung. Dann übernahm es der Krefelder Arzt Asudullah Hashemie, betreibt es seit mittlerweile neun Jahren. Doch damit soll bald Schluss sein: "Aus Altersgründen habe ich einen neuen Eigentümer gesucht", sagt er.

Immobilienmakler Marcel Rayani wurde in Fernost fündig. "Meerbuscher Immobilien sind bei internationalen Kunden beliebt", sagt der Makler. "Wir suchen hier Objekte für Kunden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus China, aber natürlich auch aus Deutschland."

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, auch der Investor will seinen Namen noch nicht in der Zeitung lesen. Aber er ist bereit, viel Geld für den Umbau in die Hand zu nehmen - und beauftragte Marcel Rayanis Kinder Elias und Mona mit der Projektentwicklung. "Das Gebäude soll kernsaniert werden, im Penthouse eine Suite erhalten", kündigt Elias Rayani an. "Wir wollen schnellstmöglich mit dem Bauamt Kontakt aufnehmen." Erst vergangenen Donnerstag wurde der Notarvertrag unterzeichnet.

Ändern soll sich auch die Gastronomie. "Unser Konzept sieht ein gehobenes chinesisches Restaurant vor", berichtet Projektentwickler Rayani. Der Clou: ein großer Glaskubus als Wintergarten, auf einer Fläche von 500 Quadratmetern. Unter der Terrasse könnte eine Tiefgarage entstehen - "wenn das Bauamt unseren Plänen zustimmt", betont Rayani.

Derzeit wird das Hotel vor allem von Messegästen gebucht. "Ihnen wollen wir auch Konferenzräume anbieten", sagt Rayani. Der geplante Totalumbau soll während des laufenden Betriebs erfolgen, etagenweise. "Es gibt viele Stammgäste", erklärt der bisherige Betreiber Hashemie. Die sollen nicht vor den Kopf gestoßen werden.

An der Zahl der Betten und Zimmer soll sich nichts ändern. Die neue Suite im Penthouse, für die mehrere Zimmer zusammengelegt werden sollen, kostet keine Betten. Dort befand sich bisher ein Konferenzraum.

(RP)