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Meerbusch: Cheerleader beim ASV

Meerbusch : Cheerleader beim ASV

Der Lank-Latumer Sportverein hat eine neue Gruppe und mit Miriam Abel eine erfahrene Trainerin, die selbst schon vor 35 000 Besuchern beim Düsseldorfer Football-Club Rhinefire getanzt hat.

Lank-latum "Ein bisschen Drill ist auch mit dabei", sagt Miriam Abel (28), neue Cheerleader-Trainerin beim ASV Lank 1925, und freut sich auf die Zukunft. Seit rund einem Monat bietet der Sportverein aus Lank-Latum nun eine Cheerleader-Mannchaft an, bereits elf Mädchen zwischen elf und 15 Jahren zählt das Team. Fußballspiele, Feiern und Feste – die tanzenden Mädels wollen demnächst überall im Stadtgeschehen dabei sein.

"Am 1. Mai werden wir unseren ersten Auftritt haben", sagt Trainerin Miriam Abel. Dann wird in Lank-Latum die neuen Schießsporthalle eingeweiht, gleichzeitig halten die Fußballer ein Turnier ab. Eine gute Möglichkeit, die ersten Tänze vorzuführen. Doch vorerst ist erstmal Training angesagt – ganz unerfahren sind die Mädels allerdings nicht. "Viele von uns tanzen schon seit Jahren im ASV Hip-Hop", sagen Charlotte Berrisch (13) und Sarah Kohtes (14), die von dem neuen Angebot begeistert sind. Die beiden Mädchen haben durch ihre Vorkenntnisse schon die Grundvoraussetzungen erfüllt. "Spaß an Tanz und an Bewegung", erklärt Miriam Abel die Einstellung, die junge Tänzerinnen für das Cheerleading mitbringen müssen.

Bei den Proben in der Sporthalle an der Kemper Allee geht es diszipliniert aber auch fröhlich zu. Vor einem großen Spiegel wie in einer Ballett-Schule üben die jungen Sportlerinnen ihre Schritte. Zu Songs von Queen und Usher hüpfen, springen und drehen sich die Tänzerinnen. "Cheerdance", nennt sich der Tanz, der gezielt zum Anfeuern von Sport-Mannschaften am Spielfeldrand getanzt wird. Es gibt zahlreiche Choreographien, die unter anderem bei Hip-Hop, Streetjazz und auch spanischen Klängen eingesetzt werden können. Akrobatische Elemente wollen die jungen Tänzerinnen in Zukunft auch einbauen. "Vor großen Pyramiden hätte ich allerdings ein wenig Angst", sagt Paulina Burchard (11). Da muss sich die Strümperin aber keine großen Sorgen machen. "Wenn wir welche einüben, dann nur kleine Pyramiden", verspricht Trainerin Miriam Abel.

Selber hat sie eine lange Cheerleader-Laufbahn hinter sich. Bereits mit 14 Jahren trat Abel dem Cheerleader-Juniorprojekt des ehemaligen Düsseldorfer Football-Vereins Rheinfire bei, dort waren Auftritte vor 35 000 Zuschauern keine Seltenheit. Später tanzte sie bei den erwachsenen Cheerleadern Pyromaniacs. Ihre aktive Zeit als Cheerleaderin beendete Miriam Abel 2004/2005. Seit 2000 besitzt sie einen Trainerschein des Deutschen Sportbundes im Showtanz. Neben dem Wunsch noch mehr begeisterte Mittänzerinnen zu finden, haben die jungen Cheerleader aber noch eine Bitte. "Wir suchen Sponsoren für Pompoms und Uniformen", sagt Claudia Koch vom ASV Lank.

(RP)