Meerbusch: CDU mobilisiert gegen Konverterstation

Meerbusch: CDU mobilisiert gegen Konverterstation

Die Meerbuscher CDU fordert die Bürger auf, sich massiv gegen die geplante Konverterstation in Osterath einzusetzen. Die Christdemokraten unterstützen die Gründung einer Interessengemeinschaft gegen Netzbetreiber Amprion, die kommende Woche in Osterath erfolgen soll.

"Wir wissen noch nicht genau wie, werden die Öffentlichkeit aber in nächster Zeit genauer informieren", sagte CDU-Chef Werner Damblon beim Osterather CDU-Stammtisch. Im Rahmen der neuen Stromautobahn zwischen Nordsee und Süddeutschland soll eine doppelte Konverterstation auf möglicherweise bis zu 36 Hektar südwestlich von Osterath entstehen. "Diese Station angrenzend an ein Wohngebiet wird eine Größe haben, die wir als Großindustrie bezeichnen", so Damblon.

Dabei drängt die Zeit. Nur noch rund drei Wochen, bis zum 2. November, sollen Beschwerden entgegengenommen werden können. Einen allgemeinen Überblick über die Amprion-Planungen können sich Meerbuscher unter www.netzausbau.de verschaffen. Zudem soll bereits nächste Woche die "Interessengemeinschaft gegen Amprion" gegründet werden.

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"Wir treffen uns am Dienstag, 9. Oktober, im Osterather Hof um 19 Uhr", sagte CDU-Ratsmitglied Peter Schüttgen. Schon heute würde die Meerbuscher CDU alle "Kontakte nach Berlin nutzen", um den Bau in Osterath neben dem bestehenden Umspannwerk zu verhindern. Die Politik hat die Stadtverwaltung einstimmig aufgefordert, gegen das Projekt Einspruch einzulegen.

Die UWG hat gestern Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) angeschrieben und ihn gebeten, die Bürger über die Baumaßnahme "offensiv zu informieren".

(RP/rl)
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