Meerbusch: CDU-Generalsekretär: "Konverterplanung fragwürdig"

Meerbusch: CDU-Generalsekretär: "Konverterplanung fragwürdig"

Hermann Gröhe erklärt, dass es einen ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung geben muss

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat jetzt eingeräumt, dass das Planverfahren für den Doppelkonverter am Netzverknüpfungspunkt Osterath nicht vorbildlich verlaufen ist. "Bei der Konverterplanung war manches fragwürdig", erklärte der Politiker jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Sorge der Osterather Bevölkerung sei nachvollziehbar. "Sicherlich muss es einen ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung geben", sagte Gröhe.

Ende des Monats soll der Bundestag das Gesetz zum Stromnetzausbau beschließen. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung ist der Netzverknüpfungspunkt Osterath als Standort für eine 100.000 Quadratmeter große Konverteranlage mit bis zu 20 Meter hohen Hallen vorgesehen.

Eine Prüfung alternativer Standorte soll im Radius von zehn Kilometern oder darüber hinaus vorgenommen werden. Die Stadt Meerbusch und die "Initiative gegen den Doppel-Konverter Osterath" lehnen diesen Radius als zu klein ab und fordern die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf zu ändern.

Gröhe erklärte: "Ein rücksichtsloses Ja oder ein absolutes Nein zu jedem denkbaren Standort helfen nicht weiter. Es muss eine nachvollziehbare Entscheidung sein."

Grundsätzlich brauche Deutschland die geplanten Hochspannungstrassen, um Strom aus küstennahen Windenergieparks zu den Verbrauchern zu bringen. Gröhe: "Und wir brauchen eine Anbindung der Braunkohlekraftwerke an diese Trasse."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Menschenkette gegen den Konverter in Osterath

(mrö/srei)
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