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Campingplat in Langst-Kriest überflutet

Hochwasser : Campingplatz in Langst-Kierst überflutet

Die Betreiber konnten alle Camper rechtzeitig in Sicherheit bringen, es entstand aber ein Sachschaden. Der Campingplatz wird für mehrere Wochen nicht nutzbar sein. Hilfe kommt von allen Anliegern und aus dem Dorf.

Meterhoch steht derzeit das Wasser auf dem Rheincamping-Platz in Langst-Kierst. Auch dies ist eine Folge des Starkregens, der in den vergangenen Tagen überall im Westen von Deutschland extreme Schäden angerichtet hat. Im Vergleich zu anderen Städten ist Meerbusch zwar vom Gröbsten verschont geblieben, der überflutete Campingplatz ist dennoch bis auf weiteres nicht mehr nutzbar. Zum Glück konnten die Betreiber alle Gäste und Dauercamper rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass nur ein Sachschaden entstanden ist.

Schon am Dienstagabend stand für Rainer Breitbach und Markus Brix fest: Wir müssen den Platz räumen. Und so starteten die beiden Betreiber des Campingplatzes in Langst-Kierst in Windeseile die Aktion, den Platz, auf dem zu dem Zeitpunkt 200 Wohnwagen standen, leer zu räumen. Auf dem Platz stehen 150 Dauercamper, aber auch viele Urlauber, die Wohnwagen und Zelte nur für einen bestimmten Zeitraum aufbauen.  Sie alle mussten wegen des drohenden Hochwassers den Platz verlassen. Den ganzen Mittwoch wurde – wieder bei strömendem Regen - geräumt, Donnerstag früh war alles leer. „Und dann kam auch schon das Hochwasser“, so Rainer Breitbach, erleichtert, aber auch traurig, dass die erste Saison nach Corona eine vorschnelle Unterbrechung gefunden hat. Aber: Breitbach und Brix sind auch dankbar und glücklich über die überwältigende Hilfsbereitschaft. Ein großer Dank geht an viele Nachbarn aus Langst-Kierst und an verschiedene Bauern wie Frank Neukirchen, Rainer Roos, Landhandel Bolten, Landtechnik Deussen und die Spedition Adam. Hilfe kam auch vom städtischen Ordnungsamt, das beim Wasser- und Schifffahrtsamt um Anker bat. So konnten Container gesichert werden. Jetzt warten alle, dass das Wasser wieder fällt. Gibt es eine Perspektive? Breitbach. „Wir gehen von mindestens 14 Tagen aus.“ 

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Wie hoch die Schäden in Langst-Kierst ausgefallen sind, kann noch nicht beziffert werden. Alle für den Juli getätigten Reservierungen müssen daher storniert werden – der Campingplatz will alle Gäste persönlich kontaktieren. „Was wir verloren haben, kann man ersetzen. Unser tiefes Mitgefühl gilt jenen, die extreme Schäden oder sogar Tote zu beklagen haben“, heißt es auf der Website von Rheincamping. 

(ak/dsch)