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Meerbusch: Bunte Kostüme beim Kinderkarneval in Nierst

Meerbusch : Bunte Kostüme beim Kinderkarneval in Nierst

Nierst Vergangenes Jahr hatte es geregnet, dieses Mal kämpften die Narren mit der Kälte – doch von widrigen Wetterbedingungen ließen sich die Nierster Narren ihre Stimmung beim Kinderkarnevalsumzug nicht verderben. Warm eingepackt und bunt verkleidet hatten sich die Grundschüler aus Nierst und Lank-Latum zum Zug eingefunden. Dort hatte das heimische Prinzenpaar einen besonderen Tipp gegen die Kälte: einen Fanschal des Lieblingsfußballklubs.

Der ist jedoch bei Prinzessin Theresa I. und Prinz David I. mitnichten der gleiche. Und so wehte auch am königlichen Gefährt eine Fahne des Vereins Schalke 04 für die Prinzessin, während David die Flagge von Borussia Mönchengladbach gehisst hatte. Zeit, um über das gerade stattgefundene Bundesligaduell der beiden Teams zu diskutieren, das die Elf vom Niederrhein mit 3:0 klar für sich entschied, blieb aber nicht. Stattdessen winkten sie freudestrahlend ohne Unterlass und streuten Konfetti unter das Narrenvolk. Ebenso wie das Lanker Prinzenpaar Louis und Mara auf ihrem Wagen.

Die Lanker Garde – die Klassen 4a und 4b der Pastor-Jacobs-Schule – war hingegen zu Fuß unterwegs. Ihr Outfit: Die Kinder trugen die roten Uniformen der englischen Leibgarde. "Die Queen hatte dieses Jahr ihr 60. Thronjubiläum, da wollten wir auch mitmachen", sagte Heike Goretzke. Mit zahlreichen Eltern hatte sie an der Galauniform genäht und die charakteristischen Bärenfellmützen der Leibgarde gebastelt. Und auch für den großen Auftritt im Festzelt hatte sich Klassenlehrer Jens Päuser etwas besonderes überlegt. Als Leiter der Blechbläser AG hatte er die Gardisten mit ihren Instrumenten verpflichtet, die standesgemäß "Land of Hope and Glory" einstudiert hatten.

Für Farbe sorgte zudem die Klasse 1a der Theodor-Fliedner-Schule. Auf Initiative von Klassenlehrerin Claudia Ehlen glänzten sie in Vogelkostümen mit bunten Federn. Gummihandschuhe an den Füßen stellten Vogelkrallen dar – leider hatten diese aber nicht über dicke Winterstiefel gepasst. "Lammfellsohlen und selbst gestrickte Socken helfen", verriet Ehlen.

Da hatte es die Klasse 3a besser getroffen. Als "101 Dalmatiner" wurden die Fellohren direkt an ein Stirnband genäht, das die Ohren wärmte. Während Vivien und Lisa-Marie noch schnell den Tanz zu dem Lied "Who let the dogs out" probten, stellte Philipp fest: "Es müsste eher 25 Dalmatiner heißen."

(RP)