Bundesverdienstkreuz für den Meerbuscher Johannes Peters

Ehrung in der Teloy-Mühle : Bundesverdienstkreuz am Bande für Johannes Peters

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage zeichneten den sportlichen Ehrenamtler in der Teloy-Mühle aus.

Als Johannes Peters Anfang Oktober ein offizielles Schreiben vom Kreis in seiner Post hatte, dachte er zuerst an ein Knöllchen. „Aber dann war das die Nachricht, dass ich das Bundesverdienstkreuz am Bande bekomme“, erzählt der 71-Jährige. „Ich war total überrascht, habe mich aber auch sehr gefreut.“ Schließlich habe er versucht herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt: Dirk Männich war es – sein langjähriger Weggefährte, anfangs noch im TuS Bösinghoven.

„Du wolltest immer etwas bewirken“, sagte der über seinen Freund. „Mit dem TSV Meerbusch hast Du dein Lebenswerk geschaffen, von dem alle profitieren.“ Von einem Lebenswerk wollte Johannes Peters aber gar nicht sprechen. „Mein Lebenswerk, das sitzt da vorne in den ersten Reihen – meine vier Enkel“, sagte Peters, der eigentlich „ganz gelassen“ bleiben wollte, dann aber doch sichtlich gerührt war von all den Glückwünschen nach der Ehrung am Dienstagmittag in der Teloy-Mühle in Lank. Natürlich waren auch seine Frau Hannelore und die Söhne Christoph und Daniel zur Feier gekommen.

Geehrt wurde Peters für insgesamt 43 Jahre unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt in den verschiedensten Funktionen: in der St. Pankratius-Schützenbruderschaft Ossum-Bösinghoven, im Deutschen Bracken-Club, einem Verein für Jagdhunde, und vor allen Dingen im Sport. Peters gehörte 1964 zu den Gründungsmitgliedern des TuS Bösinghoven. Dessen Fusion mit dem ASV Lank im Jahr 2015 zum großen TSV Meerbusch gilt als Höhepunkt seiner Arbeit. 18 Jahre lang war Peters, der sich auch als Schiedsrichter engagierte, Vorsitzender des TuS Bösinghoven, später auch des TSV Meerbusch, wo er mittlerweile Ehrenvorsitzender ist. „43 Jahre Ehrenamt sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen“, gab Peters zu. „Es war nicht immer einfach, auch Frust und Ärger waren dabei. Aber ich habe nie aufgegeben.“ Der TSV Meerbusch sei nun so etwas wie der Lohn für all die Arbeit. „Meiner Meinung nach sollte sich jeder Manager irgendwann in seinem Leben einmal ehrenamtlich engagieren“, so Peters.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überreichte Peters die Urkunde und befestigte das Bundesverdienstkreuz an dessen Jackett – unterhalb des TSV Meerbusch-Ansteckers. „So oft wie Sie schon ausgezeichnet wurden, dürfte hier eigentlich gar kein Platz mehr sein“, sagte der Landrat. „Als Krönung all dieser Ehrungen folgt heute das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Ihnen der Bundespräsident verliehen hat. Sie sind Vorbild für uns alle.“ Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage lobte Peters als „Motor und Macher, der immer klare Kante beweist“. Und weiter: „Ich habe die Zusammenarbeit mit Dir persönlich immer sehr geschätzt.“ Peters sei keiner, der auf Auszeichnungen warte. „Dir geht es immer um die Sache und die Aufgabe.“ Als persönliches Dankeschön der Stadt schenkte sie ihm zwei edle Stifte. „Einen davon möchte ich meiner Frau schenken“, kündigte Peters an. Und noch etwas plant „der Macher“: „Morgen werde ich einen Brief an den Bundespräsidenten schreiben. Keine Ahnung, ob das üblich ist. Aber ich mache es einfach.“ Im Anschluss an die offizielle Ehrung ging es weiter ins Vereinsheim in Lank. Peters: „Ich freue mich, dass so viele Freunde und Wegbegleiter gekommen sind, da möchten wir noch ein bisschen zusammen feiern.“

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