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Meerbusch: Bürgermeister Spindler: 2012 war ein besonderes Jahr

Meerbusch : Bürgermeister Spindler: 2012 war ein besonderes Jahr

Beim Neujahrsempfang der Stadt erklärte Spindler: "Selten zuvor habe ich so viel bürgerschaftliches Engagement erlebt"

Das vergangene Jahr war nach Ansicht von Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) ein besonderes Jahr für Meerbusch. "Vehement haben sich die Menschen ins politische Geschehen eingemischt, sie haben Beachtung eingefordert und mit Nachdruck ihre Belange in die Diskussion eingebracht", erklärte Spindler beim Neujahrsempfang der Stadt im Meerbusch-Gymnasium, zu dem mehr als 300 Gäste kamen.

"Selten zuvor habe ich in dieser Stadt so viel bürgerschaftliches Engagement erlebt", erklärte Spindler und nannte als Beispiele den Meerbuscher Widerstand gegen den geplanten Doppel-Konverter in Osterath, das Bürgerbegehren und den ersten Bürgerentscheid der Stadtgeschichte gegen die Schließung der Barbara-Gerretz-Schule sowie die Proteste der Bürgergemeinschaften gegen ein mögliches interkommunales Gewerbegebiet für Logistik-Unternehmen an der Stadtgrenze zum Krefelder Hafen.

"Alle drei Anlässe zeigen: Die Menschen in unserer Stadt nehmen politische Vorgänge und Entscheidungen wahr. Sie interessieren sich und mischen sich ein", sagte Spindler. Er riet zu "etwas weniger Empörung, stattdessen etwas mehr Gelassenheit, Wohlwollen und Nachsicht". "Wie viel leichter könnte unser Miteinander sein, webb wir ab und an einige wenige Grundsätze beherzigen könnten, zum Beispiel: sich selbst nicht ganz so wichtig nehmen, auch mal über den eigenen Schatten springen."

Spindler ging mit gutem Beispiel voran und deutete auf zwei Kübel mit Olivenbäumchen, zur Verfügung gestellt vom Gartencenter Wantikow — und erntete anerkennende Lacher. Im Sommer hatte die Stadt den Unternehmer aufgefordert, auf dem Lanker Marktplatz ungenehmigt aufgestellte Olivenbaumkübel wieder abzubauen — obwohl viele Bürger die Bäumchen als Bereicherung des Platzes empfanden. Dem Vernehmen nach könnte in diesem Jahr mit — genehmigten — Birken ein neuer Versuch unternommen werden, den Platz zu verschönern.

Spindler erklärte, Meerbusch sei gut aufgestellt, um trotz des demografischen Wandels bestehen zu können. "Zwar gibt es bei uns nach wie vor überdurchschnittlich viele ältere Menschen, doch beim Zuzug von Familien erreichte Meerbusch Platz 1 der Region." Auch bei der Quote der hochqualifizierten Einwohner liege Meerbusch in der Altersklasse der 25- bis 34-Jährigen sowie der 55- bis 64-Jährigen auf Platz 1 in der gesamten Region Niederrhein.

Ein intaktes Gemeindeleben brauche aber auch ehrenamtliches Engagement. Mit der Ehrennadel der Stadt Meerbusch zeichnete Spindler Ute Canaris, Inge Rose und Manfred Klaes für ihr viele Jahre währendes ehrenamtliches Engagement aus. Auf einer Videowand konnten die Gäste Fotos der wichtigsten Ereignisse des Jahres 2012 verfolgen.

(mrö)