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Bürger in Meerbusch protestieren gegen Pläne des Flughafens

Fluglärm in Meerbusch : Bürger gegen Fluglärm rufen Meerbuscher zum Protest auf

Die Initiative „Bürger gegen Fluglärm“ ruft die Meerbuscher dazu auf, gegen die Pläne des Flughafens zu protestieren. Entsprechende Informationen und ein Protestschreiben gibt es zum Herunterladen auf der Homepage.

(ena) Die „Bürger gegen Fluglärm“ (BgF) machen weiter Druck und setzen dabei auf die Mithilfe der betroffenen Anwohner. Hintergrund: Vor sechs Jahren hat der Flughafen Düsseldorf beim Verkehrsministerium einen Antrag auf Erweiterung der Kapazitäten von 45 auf 60 Flugbewegungen in der Stunde eingereicht. Bislang hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst noch nicht über den Antrag entschieden. Nun befürchten die Mitglieder der Initiative, dass Wüst den Antrag möglichst bald „vom Tisch haben“ will und zustimmt.

Dabei sei der Antrag schon vor Corona völlig unbegründet gewesen, sagt Christoph Lange, Vorsitzender der 6500 Mitglieder zählenden „BgF“ in Meerbusch und Vertreter von rund 30.000 Einwendern. Mittlerweile seien noch dazu sämtliche Gutachten durch die Pandemie sinnlos geworden. „Auch jetzt sind keine seriösen Prognosen über den Flugverkehr möglich. Deshalb ist der Antrag vollumfänglich abzulehnen“, fordert er. Wer die Initiative bei ihrem Einsatz beispielsweise für ein Nachtflugverbot unterstützen möchte, kann sich auf der Homepage einen Flyer mit allen Informationen und auch Möglichkeiten zum Protest herunterladen. Die ersten Protestschreiben von Anwohnern Richtung Verkehrsminister seien schon unterwegs.

Die jeweiligen Bürgerinitiativen in den Anlieger-Kommunen von Essen bis Mönchengladbach konnten inzwischen die Zahl der Einwendungen gegen die Pläne auf mehr als 50.000 steigern, berichtet Lange. Auch diverse Ratsbeschlüsse, etwa in Meerbusch, aber auch in Essen und Kaarst, bekräftigten die ablehnende Haltung der Umland-Kommunen. BgF-Vorsitzender Christoph Lange erklärt: „Dieses ganze Verfahren ist von Anfang an überflüssig und völlig verkorkst gewesen. Wir fordern daher erneut, den Antrag abzuweisen. Verkehrsminister Hendrik Wüst sollte sich endlich seiner Verantwortung für ganz Nordrhein-Westfalen bewusst werden.“

Während der Corona-Pandemie sei das Fluglärm-Problem bei vielen in den Hintergrund gerückt, so Lange. Denn tatsächlich sind seit Monaten weniger Flugzeuge unterwegs, und somit gibt es auch weniger Fluglärm in Meerbusch. Dazu sagt Christoph Lange: „Wer aber glaubt, die erholsame Ruhe und die saubere Luft blieben uns länger erhalten, wird sich spätestens bei der nächsten Reisewelle wundern. Reduzierte Flotten und Crews werden vielmehr zu noch mehr Verspätungen und Nachtflügen führen.“

Info Den Flyer zum Herunterladen gibt es auf der Website www.bgf-ev.de.