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Meerbusch: Bürger erfüllen Kinderwünsche

Meerbusch : Bürger erfüllen Kinderwünsche

Für den Weihnachtsmann war es ein anspruchsvoller Nachmittag. Im roten Mantel und weißen Rauschebart saß Schamil Ahkmadov im Awo-Mütterzentrum in Büderich und empfing Kinder.

Der verkleidete Mitarbeiter nahm die jungen Besucher auf den Schoß, erkundigte sich nach ihrem Namen — und wenn er Glück hatte, dann sagten sie ihm ein Gedicht auf. 116 Mal wiederholte sich gestern diese Szene. Genau so viele Kinder haben im Mütterzentrum Geschenke bekommen, die Meerbuscher zuvor im Rahmen der Aktion Sterntaler besorgt haben.

Von der Hilfsbereitschaft der Meerbuscher war Ebru Güven, Leiterin des Mütterzentrums, begeistert: "Alle Wünsche der Kinder wurden erfüllt. Und die Geschenke sind sehr liebevoll verpackt. Auf vielen gibt es sehr nette persönliche Widmungen." Manche Pakete waren zudem mit Süßigkeiten oder Glöckchen versehen. Besonders beliebt bei den Beschenkten waren unter anderem Bekleidungsgutscheine und Spielzeugklassiker wie Lego und Playmobil.

Realisiert hat die Aktion "Meerbuscher Sterntaler" das städtische Jugendamt. Beteiligen konnte sich Bürger, die solchen Kindern Wünsche erfüllen wollten, die sonst vielleicht nicht so viele Geschenke wie andere bekommen hätten. Dafür wurden die Kinderwünsche — die einen Wert von 20 Euro nicht übersteigen sollten — auf Zetteln notiert. Die Karten wurden an Bäumen befestigt, die an drei Verwaltungsstandorten standen, unter anderem vor dem Bürgerbüro am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich. Paten erfüllten die Wünsche und reichten die verpackten Geschenke ein. Auf diese Weise kamen rund 300 Päckchen zusammen. Ein großer Teil ging an die Kinder des Awo-Mütterzentrums.

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Aufgeregt nahmen viele Kinder gestern ihre Präsente entgegen. Die Mitarbeiter des Mütterzentrums und Eltern hatten sich Mühe gegeben, die vorweihnachtliche Bescherung festlich zu gestalten. So wurde Dekoration aufgehängt, Plätzchen mitgebracht und ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Vor dem Hintergrund des beschränkten Platzangebots musste die Bescherung genau organisiert werden. Den 116 Kindern und ihren Eltern wurden extra Termine genannt, an denen sie die Geschenke abholen konnten. Im Halbstundentakt brachte Ebru Güven die Päckchen zum Weihnachtsbaum. Die Geschenke wurden außer Reichweite der neugierigen Kinderblicke in einem separaten Raum aufbewahrt — der damit komplett gefüllt war.

(RP/rl)