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Buchhändlerin aus Meerbusch: Ideen zum Lesen, Spielen und Basteln

Freizeit in Meerbusch : Tipps gegen die Corona-Langeweile

Feiern mit Freunden und Besuche im Restaurant, Theater oder Konzert sind derzeit nicht möglich. Mit Spielen, Puzzles, Büchern und Kochen können Sie trotzdem schöne und abwechslungsreiche Herbstabende verbringen.

Ohne die üblichen Freizeitangebote und Treffen mit Freunden können Winterabende ganz schön lang werden. Langweilig müssen sie deshalb aber noch lange nicht sein. Lesen, Spielen, Puzzeln, Basteln oder Handarbeiten sind nicht nur während des aktuellen Lockdowns eine schöne Abwechslung. Auch beim gemeinsamen Kochen oder Backen können Familien viel Spaß haben. „Do-it-yourself-Produkte jeder Art, das Herstellen von Adventsdeko oder das Ausprobieren eines neuen Gerichts vermitteln positive Gefühle. Das lenkt ab“, sagt Maxi von Zittwitz von der Buchhandlung Mrs. Books.

Sie selbst habe gerade ein Erfolgserlebnis gehabt: Sie war mit ihrer kleinen Tochter auf Wildkräutersuche und hat anschließend mit ihr gemeinsam Brennnessel-Ravioli gekocht: „Das war ein Erlebnis und hat köstlich geschmeckt.“ In Büchern wie „Wildpflanzen essen“ von Leoniek Bontje, einem Handbuch mit mehr als 50 Rezepten, oder in „Essbare Wildkräuter und Wildbeeren für unterwegs“ von Rudi Beiser gibt es etliche hilfreiche Tipps. Aber auch in „Christmas Baking“ (EMF-Verlag,) mit mehr als 90 Rezepten für einen süßen Advent sind Anleitungen zu finden, wie köstliche Granatsplitter oder Butterkeksstangen mit Streuseln entstehen.

Vielleicht stehen die selbst gebackenen Kekse dann am Abend beim gemeinsamen Spielen auf dem Tisch. Denn Gesellschaftsspiele sind beliebt, berichtet von Zittwitz. Besonders „Exit – Das Spiel – Die Geisterbahn des Schreckens“, ein Wettlauf gegen die Zeit mit cleveren Rätseln, sei derzeit sehr gefragt. Oder auch „Escape Room“, ein Spiel mit Aufgaben und Rätseln. „Diese Spiele sind der Hit bei Knobelfans im Familienkreis mit Kindern ab neun Jahren oder nur für Erwachsene“, erklärt Maxi von Zittwitz. Aber sie weist auch darauf hin, dass diese Spiele wegen der Rätsellösungen nur einmal gespielt werden können. Wer es weniger aufregend, aber dennoch spannend mag, zieht das Basteln allein oder in einer familiären Runde vielleicht vor. Über 70 Do-it-yourself-Ideen und Rezepte gibt es in „Achtsame Weihnachtszeit – entspannt & kreativ durch den Advent“, etwa für Tischdeko, Fensterschmuck oder besondere Geschenke. In dem Buch gibt es Anleitungen für das Anfertigen von Sternenlichterketten und bedruckten Servietten oder ein Rezept für einen klassischen Glögg, die schwedischen Glühweinspezialität.

In Ausmalbüchern dagegen ist eine andere Art von Geschicklichkeit gefragt. In „Mein wundervolles Weihnachtsfest“, gezeichnet von Johanna Basford, regen feinste Stechpalmen- und Efeuzweige, üppig geschmückte Weihnachtsbäume und Berge von verpackten Geschenken dazu an, den Stift in die Hand zu nehmen und loszuzeichnen. Dieses Buch sei ein gelungenes Beispiel dafür, warum Ausmalen in allen Generationen so beliebt ist. Im weitesten Sinne ums Malen geht es auch beim „Hand Lettering – Die Kunst der Schönen Buchstaben“ von Frau Annika. Hier können schöne Schriften geübt werden, ähnlich der Kalligrafie. Sie eignen sich etwa, um Tafeln, Tassen, Bilder oder Fenster zu bemalen. Wer lieber aufschneidet – im wahrsten Sinne des Wortes – wird den Adventskalender „Escape Room – Das Geheimnis des Spielzeugmachers“ von Eva Eich in Buchform mögen. Gepuzzelt wird ebenfalls sehr intensiv, allein oder mit der Familie – in den Buchhandlungen gibt es neben Büchern aller Art eine große Auswahl an Spielen und Puzzlen. Wer sich lieber mit einem Roman zurückzieht, dem empfiehlt Maxi von Zittwitz Michael Christies Roman „Das Flüstern der Bäume“ und den schwedischen Thriller „Wolfssommer“ von Hans Rosenfeldt.

Für Unentschlossene bietet Mrs. Books in Lank-Latum und Osterath einen Bestellservice an und außerdem dienstags die „langen Abende“, 18.45 bis 19.45 Uhr, an. „Bitte anmelden, es dürfen jeweils zehn Kunden in das Geschäft. So wollen wir die Enge beim Stöbern im Laden verhindern“, erklärt Maxi von Zittwitz.