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Meerbusch: Brandserie: "Es könnten Kinder sterben"

Meerbusch : Brandserie: "Es könnten Kinder sterben"

Um kurz vor fünf Uhr morgens haben die Nachbarn an die Tür von Harry und Angelika Pontow geklopft. Sie wohnen am Rudolf-Lensing-Ring 7a. "Unser Auto hatten wir auf unserem Platz vor dem Haus Nummer eins geparkt", sagt Angelika Pontow. "Deshalb haben wir die ganze Aufregung zuerst gar nicht wahrgenommen."

Doch ein Blick vor die Haustür genügte. Ihr Touran brannte. "Mein Mann hatte den Gang noch eingelegt und der Anlasser ist angesprungen. Der Pkw rollte rückwärts aus der Parklücke. Gespenstisch. Die Nachbarn waren in Panik, vermuteten, dass mein Mann in dem brennenden Fahrzeug sitzt", berichtet sie. Der Wagen rollte in die gegenüberliegende, leer stehende Parklücke eines befreundeten Nachbarn. Viel übrig geblieben ist nicht vom Touran.

"Mein Mann hat heute Geburtstag, und morgen wollen wir nach Frankfurt zu unsrem Nachbarn, der dort ebenfalls seinen Geburtstag feiert. Auch für ihn waren die Ereignisse wohl kein schönes Geschenk."

Angelika Pontow nimmt den Sachschaden dennoch fast gelassen hin. "Wir haben ein Leihwagen besorgt. Material kann man ersetzen. Was mich vielmehr erschreckt, ist die Nähe der brennenden Pkw zu den Häusern. Dort leben auch kleine Kinder. Die könnten sterben. Das macht mir die meister Angst", sagt die Osteratherin.

Kein sozialer Brennpunkt "Hier ist doch kein sozialer Brenpunkt", sagt sie. Deshalb erwarte man solche Ereignisse nicht. Angesichts der Route die der oder die Täter genommen haben, vermutet sie, dass sie vom Bahnhof gekommen sind.

(RP)