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Meerbusch: BGS: Stadt legt Zahlen offen

Meerbusch : BGS: Stadt legt Zahlen offen

Die Schuldezernentin hat gestern die Aufschlüsselung der Sanierungskosten für die Barbara-Gerretz-Schule veröffentlicht – und sich zum geforderten "Runden Tisch" geäußert.

Die Schuldezernentin hat gestern die Aufschlüsselung der Sanierungskosten für die Barbara-Gerretz-Schule veröffentlicht — und sich zum geforderten "Runden Tisch" geäußert.

Vor der Ratssitzung, in der die Politiker wegen des erfolgreichen Bürgerbegehrens erneut über die Schließung der katholischen Barbara-Gerretz-Schule in Osterath diskutieren müssen, hat Schuldezernentin Angelika Mielke-Westerlage gestern zu zwei der vier Forderungen der Schulschließungsgegner Stellung genommen. Sie gab die detaillierten Sanierungskosten für die Barbara-Gerretz-Schule an die Öffentlichkeit.

Arndt Fiebig, Initiator des Bürgerbegehrens hatte am Vortag gefordert: "Legen Sie die lange geforderte Detailplanung vor, aus der sich die von Ihnen in der Schließungsdebatte immer wieder angeführten und bisher nie belegten 797 000 Euro zusammen setzen sollen." Die hohen Sanierungskosten spielten bei der Entscheidung des Stadtrates, die Schule spätestens 2016 auslaufen zu lassen, mit eine Rolle.

Aus der Übersicht des Schuldezernats ergibt sich, dass der Löwenanteil mit geschätzt knapp einer Viertelmillion Euro auf die Isolierung der Wände entfällt. Neue Fenster schlagen mit 185 000 Euro zu Buche. Auch die Turnhalle ist laut Stadt mit 283 000 Euro sanierungsbedürftig. "Es handelt sich um Maßnahmen in einem Fünf-Jahres-Zeitraum", erläutert die Beigeordnete. "Die erwarteten Kosten der genannten Einzelmaßnahmen beruhen auf Einheitswerten anderer Projekte, die von der Hochbauverwaltung auf die konkret anstehende Maßnahme umgerechnet wurden." Mielke-Westerlage weist den Vorwurf zurück, die Stadt habe Zahlen zurückgehalten. Die detaillierte Aufstellung der mittelfristigen Baumaßnahmen sei Fiebig bereits Mitte April vorgelegt worden. Fiebigs Antwort ließ gestern nicht lange auf sich warten: "Ein früherer Bundesminister hat zu solchen Berechnungen mal ,Bierdeckelrechnung' gesagt. Man sollte sich dann fragen, ob eine derartige Liste wirklich als Business Case (zu deutsch: Geschäftsszenario) zur Schließung einer Schule ausreichen kann oder ob es genauer gehen sollte, wenn man damit solche Entscheidungen begründen möchte."

(RP)