1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Betsch leitet Baubetriebshof

Meerbusch : Betsch leitet Baubetriebshof

Nach 25 Jahren kehrt der Meerbuscher auch beruflich in seine Heimatstadt zurück. Der 51-Jährige aus Lank-Latum ist Chef von rund 80 Mitarbeitern in den Bereichen Grünflächen, Friedhöfe und Bauhof.

Strümp Michael Betsch macht keinen Hehl aus seiner Zufriedenheit, beruflich in Meerbusch angekommen zu sein. "Ich bin Meerbuscher, und für mich schließt sich ein Kreis", sagt der neue Chef des städtischen Baubetriebshofs in Strümp. Nach 25 Jahren in der Fremde — unter anderem als Bauleiter für die Bundesgartenschau in Düsseldorf und Herr aller Friedhöfe in Krefeld — hat der 51-jährige Lank-Latumer zum Jahresbeginn die Nachfolge des in den Ruhestand verabschiedeten Rolf Schmidt im Neubau an der Berta-Benz-Straße in Strümp angetreten.

Stadtsprecher Michael Gorgs und Beigeordneter Dr. Just Gérard stellten den Familienvater und begeisterten Hobbysportler (Fußball, Eishockey Marathon, Triathlon) gestern vor. Der Chef von rund 80 Mitarbeitern — Maurer, Maler, Schreiner, Installateure, Gärtner, Straßenbauer, Forstwirte, Baumpfleger und andere — lobte sowohl sein neues Team als auch die neue Infrastruktur in Strümp. Der Baubetriebshof im Gewerbegebiet Bundenrott sei vorbildlich, ermögliche spartenübergreifendes Arbeiten und habe in der Belegschaft für einen ungeahnten Motivationsschub gesorgt. Die Bedingungen zuvor am alten Standort in Büderich seien zuletzt bekanntermaßen völlig unzulänglich gewesen.

"Mir kommt als jemand, der Grundschule und Gymnasium in Büderich besucht hat, so vieles bekannt vor. Ich weiß mit Plänen sofort auch die Örtlichkeit zu verbinden", berichtet Betsch. Er ist als Neuling in der Stadtverwaltung Meerbusch gleich auch so etwas wie ein Insider. Das ist in diesem speziellen Fall auch kein Widerspruch.

Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Pflege der städtischen Grünanlagen, Bäume und Beete an Schulen, Sportanlagen, Kindergärten, Rathäusern, die Straßenreinigung und -unterhaltung, der Winterdienst, die Friedhofsverwaltung und die Bewirtschaftung und Pflege des Herrenbuschs als städtischer Forstfläche. "Ein artenreicher Mischwald", so Betsch.

Zum Thema Bäume und das Fällen von Bäumen nimmt der neue Leiter des Fachbereichs 11 eine klare Position ein. "Wir haben ausgebildete Baumkontrolleure, gelernte Gärtner, die sehr viel Verantwortung tragen und ihre Bewertungen allein aus fachlicher Sicht treffen", sagt er. Es gehe in dieser Frage meist auch um die Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum und um Haftung. Betschs Vorgesetzter Dr. Gérard sagt es noch deutlicher: "Wenn eine Kuh von einem herabstürzenden Ast erschlagen wird, dann ist das eine Sache für die Versicherung. Wenn ein Spaziergänger, Jäger oder Landwirt zu Tode kommt, dann ermittelt die Staatsanwaltschaft."

(RP/rl)