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Pläne für die Buslinien Die Rheingemeinden sollen besser angebunden werden

Die Anbindung und Taktung der Buslinien soll verbessert werden. Dafür wird der Streckenverlauf überarbeitet, einige Haltestellen entfallen. Die Rheinbahn plant mit über 160.000 zusätzlichen Kilometern im Jahr.

Die Rheingemeinden sind nicht gut an das ÖPNV-Netz angebunden. Auch Schüler leiden unter der geringen Taktung.

Die Rheingemeinden sind nicht gut an das ÖPNV-Netz angebunden. Auch Schüler leiden unter der geringen Taktung.

Foto: Ulli Dackweiler

Die Verbindungen des Nahverkehrs sind in vielen Bereichen Meerbuschs nicht zufriedenstellend. In Büderich sind die Bewohner zwar gut mit Bussen und vor allem Straßenbahnen versorgt, in den kleineren Gemeinden im Norden der Stadt ist die Anbindung jedoch nicht ausreichend. Das führt dazu, dass viele Menschen auch für kurze Wege, etwa in den Nachbarort, ins Auto steigen. Um dies zu verhindern und die Situation zu verbessern, soll der ÖPNV ausgebaut werden. Ein entsprechendes Konzept hat die Stadt Meerbusch jetzt mit der Rheinbahn vorgelegt.

Laut dem Verkehrsbetrieb ist die Linie 832 „die unglücklichste der über 100 Buslinien der Rheinbahn“. Denn durch den eng getakteten Fahrplan ist die Strecke stark verspätungsanfällig. Statt einer echten Endhaltestelle gibt es in Osterath nur eine Schleife durch den Ort. Dadurch ist es nicht möglich, eine Wendezeit einzuplanen, über die auf anderen Linien Verspätungen ausgeglichen werden. Auch die vielen Vorfahrtssituationen in den kleinen Orten sowie die beschrankten Bahnübergänge sorgten dafür, dass die Busse häufig nicht pünktlich kommen.

Außerdem sei die Streckenführung der Linie 839, die außerhalb der Stoßzeiten nur im Stundentakt zwischen Haus Meer, den Rheingemeinden, Lank und Bösinghoven verkehrt, grundsätzlich nicht optimal. So sei das Lanker Zentrum nur unzureichend angebunden.

Daher sollen die Buslinien nach aktuellen Planungen andere Strecken fahren. So ist für Strümp eine größere Kurve vorgesehen, der Bus fährt dann über die Buschstraße an den Haltestellen Forststraße, Gymnasium und am Schneiderspfad entlang, die Haltestelle Strümp Kirche würde entfallen. So soll eine größere Fläche des Ortes besser erreichbar sein.

Ähnliches ist für Lank geplant: Hier führt die angedachte Strecke statt über die Mühlenstraße über die Gonellastraße in einem südlichen Bogen. Für Osterath ist eine Doppelschleife vorgesehen, die einen echten Endpunkt hat, an dem Verspätungen ausgeglichen werden können. Außerdem ist eine Taktverdichtung der Linie 839 vorgesehen, diese soll dann alle halbe Stunde fahren.

All diese Neuerungen sorgen für eine Mehrleistung der Busse von insgesamt rund 162.000 Kilometern im Jahr. Dafür soll auch ein neues Fahrzeug auf der Strecke eingesetzt werden.

Die Politik reagierte erfreut auf die Planungen. Es sei aber noch Detailarbeit notwendig, um die Situation vor Ort bestmöglich zu berücksichtigen, heißt es. Man müsse auch untersuchen, wie die neuen Strecken angenommen werden. „Die Bevölkerung ruft nach mehr ÖPNV in den Rheingemeinden, aber wir wissen nicht, ob sie tatsächlich auch mehr Bus fahren werden“, hieß es etwa von Michael Berthold (FDP).

Im nächsten Schritt wollen Rheinbahn, Politik und Stadtverwaltung in einem Ausschuss in die Detailplanung einsteigen. Dabei geht es vor allem um die Platzierung der Haltepunkte. Die Arbeit soll im Mai oder Juni beginnen. Wann die Verbesserungen tatsächlich auf der Straße umgesetzt werden, ist noch unklar.

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