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Meerbusch: Begegnungen mit Kunstwerken

Meerbusch : Begegnungen mit Kunstwerken

Bis Sonntag zeigen drei Meerbuscher ihre Arbeiten im Alten Güterbahnhof

Der Zufall hat sie zusammengeführt. Erst später stellten Angelika Kraft, Hugo Domdey und Lothar Schumacher fest, dass sie ein gemeinsames Hobby haben. Die promovierte Bauingenieurin mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft, der ebenfalls mit einem Doktortitel ausgestattete Facharzt für Innere Medizin und der den Düsseldorfer Symphonikern und der Deutschen Oper am Rhein angehörende Tubist suchen seit vielen Jahren einen Ausgleich in der Malerei. Jetzt stellen sie erstmalig gemeinsam einen Teil ihrer Arbeiten vor und zeigen im Alten Güterbahnhof in Osterath unter dem Titel "Begegnungen", was sie aus ihren autodidaktisch angeeigneten Techniken gemacht haben.

Angelika Kraft hat sich künstlerisch nie festgelegt. Sie lebt in Büderich, hat einige Kurse besucht und mehrfach an der Sommerakademie Volkshochschule Meerbusch teilgenommen. Angelika Kraft bleibt neugierig, probiert neue Techniken wie die "heiße Kunst mit dem Bügeleisen" – Enkaustik – aus und erstellt außerdem Skulpturen aus Speckstein, Papier und Yton. Im Güterbahnhof sind auch ihre neuesten Arbeiten zu sehen, erstellt in der so genannten Rosttechnik: "Die Betrachter sollen sich inspirieren lassen."

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Hugo Domdey, dessen Bilder auch in seiner Strümper Praxis zu sehen sind, hat sich seine Kenntnisse beim Zuschauen und Nachlesen angeeignet. Er bevorzugt Öl, Acryl und Collagen: "Meine Malerei ist ins Bild gesetzte Selbsterfahrung." Völlig intuitiv und farbintensiv stellt er das dar, was ihn bewegt. Neu entdeckt hat Domdey die Spachteltechnik, angelehnt an Gerhard Richter: "Das ist total aufregend."

Dieses Gefühl kennt Lothar Schumacher seit seiner Kindheit: "Ich habe immer gern gemalt und gezeichnet." An Weiterbildungskursen teilzunehmen, hat er stets abgelehnt. Er setzt das um, was er im Kopf hat, arbeitet mit Wasserfarben, Kugelschreiber, Bleistift oder der Maus fürs Grafikprogramm. Daraus entstehen Bilder mit dem Titel "Nachtstart über Nizza" oder "Wallhalla brennt". Alle seine Motive haben einen Hintergrund und werden spontan umgesetzt: "Mein Atelier ist die Welt." Die Besucher der Ausstellung erwartet eine Fülle interessanter "Begegnungen" mit unterschiedlichen Einblicken in die bildende Kunst.

Ausstellung: Bis 8. September, Dienstag bis Freitag von 17 bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Alter Güterbahnhof, Ladestraße 3, Osterath

(RP)