Meerbusch: Baulandpreise steigen

Meerbusch: Baulandpreise steigen

Der Gutachterausschuss des Rhein-Kreises Neuss legt die neuen Bodenrichtwerte vor. Die Experten werteten dafür fast 3000 Immobilien-Kaufverträge aus. Meerbusch bleibt das teuerste Pflaster.

Meerbusch baut seine Position als bevorzugte Wohnlage nach Jahren des Stillstands aus. Sichtbares Zeichen: Die Grundstücks- und Immobilienpreise steigen gegen den Trend im Rhein-Kreis Neuss vor allem in den größeren Stadtteilen Büderich, Osterath, Lank-Latum und Strümp-Schürkesfeld. Für das gesamte Stadtgebiet ergibt sich nach den neuesten Auswertungen des Gutachterausschusses ein Quadratmeterpreis für gute Lagen von 440 Euro, mittlere Lagen 370 Euro und mäßige Lagen 220 Euro.

Spitzenreiter bleibt die Villengegend Alt-Meererbusch. Dort beträgt der Preis inzwischen 500 statt 470 Euro wie im Vorjahr. In Neu-Meererbusch stieg der Durchschnittswert pro Quadratmeter inklusive Erschließung von 420 auf 450 Euro. Für Büderich insgesamt stehen 440 statt 420 Euro zu Buche. In Lank-Latum kostet das Bauland 370 statt 350 Euro, in Strümp 370 statt 360 Euro und in Osterath 350 statt 330 Euro. In den Rheingemeinden und in Ossum-Bösinghoven blieben die Angaben unverändert.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rhein-Kreis Neuss hat die neuen Bodenrichtwerte für Dormagen, Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und Rommerskirchen beschlossen. Als Bodenrichtwert gilt der Durchschnittspreis pro Quadratmeter für Grundstücke mit gleicher Nutzung in einem bestimmten Gebiet. Der Gutachterausschuss ist als unabhängiges Gremium beim Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-Kreises Neuss angegliedert und nimmt die Ermittlung der Bodenrichtwerte für das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Stadt Neuss wahr. Von insgesamt 111 ermittelten Richtwerten für Bauland blieben 81 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. 23 Richtwerte sind gestiegen und sieben leicht gefallen. Die Bodenrichtwerte für mittlere Wohnlagen betragen in Dormagen 250 Euro, in Grevenbroich 220 Euro, in Kaarst 270 Euro, in Meerbusch 370 Euro und in Korschenbroich 240 Euro. In Jüchen und Rommerskirchen liegen sie bei 170 Euro. Die Bodenrichtwerte werden auf der Grundlage von Kaufverträgen ermittelt. Im Jahr 2009 waren es 2939 Kaufverträge, in denen ein Gesamtumsatz von etwa 574 Millionen Euro geregelt war.

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Der Durchschnittswert für Ein- und Zweifamilienhäuser inklusive des Bodenwerts lag bei 220 000 Euro. Im Einzelnen betrugen die Durchschnittswerte in Dormagen 205 000 Euro, Grevenbroich 170 000, Jüchen 165 000, Kaarst 240 000, Korschenbroich 220 000, Meerbusch 360 000 und Rommerskirchen 180 000 Euro.

Für landwirtschaftliche Flächen legte der Gutachterausschuss folgende Richtwerte pro Quadratmeter fest: Dormagen 3,90 Euro, Grevenbroich vier Euro, Jüchen 4,20, Kaarst 4,90, Korschenbroich 4,30, Meerbusch 4,10 und Rommerskirchen vier Euro.

(RP)
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