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Meerbusch: Bauhof-Areal: Keine Erklärung für Informationsleck

Meerbusch : Bauhof-Areal: Keine Erklärung für Informationsleck

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage befürchtet nach der verfrühten Bekanntgabe des Gewinnerentwurfs für das Gelände des alten Bauhofs in Büderich derzeit keine rechtlichen Konsequenzen für die Stadt. "Für die Bewertung der insgesamt elf eingegangenen Entwürfe ist vom Rat ein Punktesystem verabschiedet worden, das auch konsequent angewandt wurde", sagt die Verwaltungschefin. "Am Ende stand quasi ein Rechenergebnis." Wie es dazu kommen konnte, dass das Ergebnis noch vor der finalen Tagung des Preisgerichts und den entscheidenden Sitzungen des Planungsausschusses und des Stadtrats veröffentlicht werden konnte, könne sie sich nach wie vor nicht erklären. Diskretion, sagt Mielke-Westerlage, sei in so einem Beratungsgremium eigentlich selbstverständlich. "Jeder Teilnehmer hat sogar eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet."

Zur Erklärung: Im Frühjahr hatte die Stadt einen Investorenwettbewerb für das Gelände des alten Bauhofs in Büderich gestartet. Gesucht: Ein Konzept für das insgesamt 7755 Quadratmeter große Areal an der Moerser Straße/Am Pützhof, das sowohl geförderten Wohnungsbau als auch Wohnbebauung mit Mehrfamilien-Stadthäusern vorsieht. Auf das wirtschaftlichste Angebot sollte der Zuschlag erteilt werden. Am 6. September endete die Bewerbungsfrist.

Für Ärger sorgt nunmehr eine Mitteilung des Düsseldorfer Architektur- und Städtebaubüros Rhode, Kellermann, Wawrowsky (RKW), das auf der unternehmenseigenen Internetseite bereits am 31. Oktober den Gewinn des Investorenwettbewerbs in Arbeitsgemeinschaft mit JEP Architekten Jansen, Ergoecmen & Partner für die Bietergemeinschaft aus Kueppers Living Immobilienentwicklung, Bauverein Meerbusch und GWG Kreis Viersen. Der Stadtrat hat den entsprechenden Vergabebeschluss erst am 15. Dezember gefasst. Die 15-köpfige Findungskommission wurde aus einer Untergruppe des Planungsausschusses, Verwaltung und externen Experten gebildet.

(juha)