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Meerbusch: Awo: kein Wechsel nach Neuss

Meerbusch : Awo: kein Wechsel nach Neuss

Die Neugründung der "Awo im Rhein-Kreis" hatte für Unruhe gesorgt. Jetzt bestätigte der Awo-Kreisverband M'gladbach, dass er die Büdericher Begegnungsstätte weiterbetreiben wird und modernisieren will.

Auch wenn sich drei Jahre nach der Insolvenz in Neuss ein neuer Verein der Arbeiterwohlfahrt mit Namen "Awo im Rheinkreis" gegründet hat, bleibt die Begegnungsstätte in Büderich in der Zuständigkeit des Awo-Kreisverbands Mönchengladbach.

Das bestätigte Uwe Bohlen, neuer Vorsitzender des M'Gladbacher Kreisvorstands der Awo. Auch in der Mitgliederversammlung des Awo-Ortsvereins Büderich, in dem es zuletzt Unstimmigkeiten wegen der Zugehörigkeit gegeben hatte, habe es Signale gegeben, diese Kooperation beizubehalten, sagte Dieter Lenßen, der bis Ende September im Vorstand der Mönchengladbacher Awo aktiv war und sich nun ehrenamtlich engagiert.

"Die Awo Mönchengladbach wird auch weiterhin die hauptamtlichen Dienste übernehmen", sagt Bohlen. Wie berichtet, hatte die Awo-Mönchengladbach nach der Insolvenz des Neusser Kreisverbands die Mitarbeiter in Familienhilfe, Begegnungsstätten, den sozialpädagogischen Diensten und der Migranten-Erstberatung übernommen. Der Awo-Kreisverband Mönchengladbach ist so auch in den Städten Dormagen und Grevenbroich präsent.

Bohlen dachte im RP-Gespräch laut darüber nach, mittelfristig "größere Verbände zu gründen" und mit dem Rhein-Kreis zu kooperieren und so eine bezirksübergreifende Gesellschaft zu gründen. "Der Bezirksverband tagt dazu im November", so Bohlen. Er kündigte darüber hinaus an, dass die Begegnungsstätte mittelfristig für rund 300 000 Euro saniert und renoviert werden solle. "Die Seniorenarbeit wird zunehmend wichtiger", sagt Bohlen.

Die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Ortsvereine ist von der Sonderregelung unter den beiden Kreisverbänden nicht berührt. Diese bleiben laut Satzung weiterhin im jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Der Büdericher Ortsverein, der gerade einen neuen Vorstand gewählt hat, gehört zur "Awo im Rhein-Kreis".

Mit Dr. Norbert Friedrich an der Spitze des Büdericher Ortsvereins wird das Thema "Beteiligung an den Betriebskosten" neu diskutiert. Sein Vorgänger Gerd Engel hatte sich geweigert, als Büdericher Ortsverein etwas an den Kreisverband Mönchengladbach zu zahlen.

"Üblich war lange Zeit, dass der Ortsverein sich an den Betriebskosten beteiligt", sagt Friedrich. Für das Jahr 2007 seien 10 000 Euro an den Kreisverband gezahlt worden, 2008 waren es 7500 Euro. Seit die Awo Mönchengladbach das Haus am Kapittelsbusch übernommen hat, habe der Ortsverein noch nichts gezahlt, auch keine Miete. "Da werden wir eine Vereinbarung treffen", so Friedrich.

Der Awo-Ortsverein Büderich verfügt derzeit über ein Guthaben von 50 000 Euro. Eine erste Anfrage der Awo-Mönchengladbach, für die der Betrieb der Begegnungsstätte ein Zuschussgeschäft ist, sich zu beteiligen, hatte der alte Vorstand abgelehnt.

(RP)