Kultur in Meerbusch Kunstkreis stellt in Teloy-Mühle aus

Meerbusch · Bei der Jahresausstellung des Vereins ist ein breites Kunstspektrum zu sehen. Elf Künstler präsentieren einen Querschnitt ihrer Arbeiten, unter anderem mit Malerei, Zeichnung und Fotografie.

 Die Mitglieder des Meerbuscher Kunstkreises haben die Werke der ausstellenden Künstler am Freitag in den Räumen der Teloy-Mühe aufgehängt. Dort können sie bis zum Ende des Monats besichtigt werden.

Die Mitglieder des Meerbuscher Kunstkreises haben die Werke der ausstellenden Künstler am Freitag in den Räumen der Teloy-Mühe aufgehängt. Dort können sie bis zum Ende des Monats besichtigt werden.

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Endlich wieder eine offizielle Jahresausstellung – darüber freuen sich die dem Kunstkreis Meerbusch angehörenden Künstlerinnen und Künstler. Gemeinsam mit fünf „renommierten“ Gastausstellern laden sie in die Teloy-Mühle ein. Dort ist ein breites Spektrum neu entstandener Kunst zu sehen.

Kunstkreis-Leiterin Karin Schöllgen beispielsweise erklärt, dass erst meist beim Aufragen oder Rakeln von wenigen Farben auf der Leinwand die Idee des Bildmotivs für ihre meist abstrakten Arbeiten entsteht: „Im weiteren Malprozess finden sich durch das Hinzufügen von Farben oder Linien neue Perspektiven.“ Um ein aktuelles Thema geht es bei Erika Danes: „Ich habe die aktuellen Ereignisse zum Anlass genommen, um unter anderem zwei Fotocollagen mit dem Titel ‚Glaube, Hoffnung, Zweifel‘ sowie passend zu Pandemiezeit ‚Lang Lang spielt nur für mich‘ zu erstellen.“

Künstlerin Heike Kleffmann malt gern auf dem Untergrund Holz und für Brigitte Cauquil bedeutet das Malen, immer wieder einen neuen Versuch zu wagen. Ein aktuelles Thema, die Natur, beschäftigt die Biologin Brigitte Funke. Sie zeigt entsprechende Zeichnungen, während die Bilder des grafischen Zeichners Akki Buschmann häufig den Eindruck des Augenblicks widerspiegeln, den der Künstler gerade hatte.

Die als Gäste geladenen Kulturschaffenden runden diese künstlerische Palette ab. Mit dabei ist Anna Beckenbach, die als zweiten Studiengang „Freie Malerei“ bei Markus Lüpertz mit dem Meisterbrief abschloss und in einem Atelierhaus in Düsseldorf arbeitet. In der Landeshauptstadt befindet sich – wie bei allen Gästen - auch das Atelier von Hilli Hassemer. Sie feiert unter den Titel „Faden verloren“ oder „Verfranst“ eine gewisse „Unperfektion“, die sie auch auf geteerten Flickwerken der Straßen oder an gestopften Socken erkennt: „Es sind Metapher für innere und äußere Erfahrungswelten des Menschen.“

Sven Kierst hingegen beschäftigt sich mit der Kunst der Fotografie. Das scheinbar Unauffällige und Belanglose hat er im Blick. Daraus ergeben sich Motive, die zwischen figurativer und abstrakter Bildkomposition wechseln. Peter Ripkas Kunstschaffen ist vielseitig. Er erstellt Keramiken, Zeichnungen und kleine Modelle. Seine Holzarbeiten aber entstehen in seiner eigenen Werkstatt auf dem Areal Böhler in Büderich. Alltagssituationen interessieren ihn besonders, sie holt er skizzenhaft mit Motorsäge und Stecheisen in die Welt. „Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste“, ermuntert Karin Schöllgen zu einem Rundgang in der Teloy-Mühle. Eröffnung der von der Stadt unterstützten Ausstellung ist heutigen Samstag, 16 Uhr, mit einem Grußwort der Kulturbeauftragten Ute Piegeler und dem musikalischen Background der Band „The Cartwheelers“ mit dem Banjo-Spieler Akki Buschmann. Die Hälfte des Verkauf-Erlöses geht an die Katastrophenhilfe Ukraine.

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