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Meerbusch: Aus TuS und ASV wird der Rhein-Sport

Meerbusch : Aus TuS und ASV wird der Rhein-Sport

Der TuS Bösinghoven und der ASV Lank werden sich zum 1. Januar 2015 zusammenschließen und einen neuen Verein gründen. Damit will die Führungsetage beider Klubs fortschrittlich in die Zukunft gehen

Es besteht keine Not - beiden Vereinen geht es finanziell und von der Anzahl der Mitglieder her gut. Das betonen TuS-Präsident Johannes Peters und ASV-Vorsitzende Renate Baumann. Und doch haben sich die beiden Meerbuscher Sportvereine dazu entschieden, am Ende des Jahres zu fusionieren. Ein neuer Name für den dann rund 2500 Mitglieder starken Breitensportverein im Meerbuscher Norden ist auch bereits gefunden: Rhein-Sport Meerbusch.

"Wichtig war uns, dass es ein komplett neuer Name ist und nicht aus Teilen des einen oder anderen besteht", erläutert Peters. "Zudem sollte ,Meerbusch' mit integriert sein." Insgesamt 103 Vorschläge hatten die Mitglieder beider Vereine zuvor eingereicht, der erweitere Vereinsvorstand aus beiden Klubs entschied sich letztlich für den Vorschlag von Roswita Ogrosky, TuS-Abteilungsleiterin Gymnastik. Die neuen Vereinsfarben werden blau-weiß sein, ein Logo wird derzeit noch entworfen.

Am 20. November haben beide Vereine zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen. "Dann werden sich voraussichtlich beide Vereine zum Jahresende auflösen und den neuen Verein gründen", erläutert Peters das Prozedere. "75 Prozent müssen dafür für die Fusion stimmen." Zwar habe es anfänglich viel Kritik gegeben, "allerdings sehen wir das Ganze als einen Mehrgewinn - vor allem sind wir so gut für die Zukunft aufgestellt", ergänzt Patrick Krause vom TuS. Baumann ergänzt: "Zumal es immer schwieriger wird genügend ehrenamtliche Helfer zu finden. Durch die Fusion benötigen wir nicht mehr so viele. Auch können wir so dem Problem der Geburtenrückgänge vorsorglich entgegenwirken. "

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Die Idee von einer Fusion spukte bereits seit längerer Zeit in der Köpfe der Vereinsspitze. Ende 2012 sprach der Klub neben dem ASV auch Treudeutsch Lank, die Adler Nierst und den Radsport Lank an, ob sie Interesse an einer Fusion hätten. Während der ASV zustimmte, kam von den übrigen drei eine Absage. "Schade, denn es ist wichtig, dass man als Verein sein Angebot attraktiv ausbaut", sagt Tovornik und betont, dass der Rhein-Sport weiterhin offen für Zusammenschlüsse ist.

Der neue Verein wird 17 Sportarten anbieten, das ist die Summe aus beiden bisherigen Vereinen. "Somit stellt das neue Angebot eine deutliche Erweiterung des bisherigen dar", sagt Peters. Lediglich vier Abteilungen überschneiden sich dabei: Fußball, Gymnastik, Karate und Badminton. Sie werden zusammengelegt, bei den anderen ändert sich nichts. Der Gymnastikbereich wird der größte des neuen Klubs werden. Die Kurse werden sich weiterhin auf die eigene Halle des TuS sowie die Turnhallen in Bösinghoven und Lank verteilen. "So haben wir etwa für den Seniorensport nun auch mehr Möglichkeiten", sagt Frank Tovornik vom ASV. Bisher waren die ASV-Senioren auf die Nachmittags- und Abendstunden angewiesen. Ab Januar ist es aber möglich, bereits vormittags Seniorensport des Rhein-Sports in Bösinghoven anzubieten.

Die Fußballer hingegen spielen die aktuelle Saison trotz Fusion noch jeweils unter ihrem alten Namen weiter, auch die Ligenzugehörigkeit bleibt bestehen. Ab Sommer 2015 können die Teams dann neu aufgestellt werden und treten dann unter Rhein-Sport Meerbusch an. wo zukünftig jeweils trainiert wird, "kommt auf den Bedarf an", sagt Krause. Bei der Fusion zwischen dem TuS und ASV "spielt die Mobilität auch eine wichtige Rolle", sagt Peters.

Neben den 17 Sportarten, die der Rhein-Sport ab 2015 anbieten wird, soll das Sportangebot zudem noch erweitert werden. "Wir wollen auch noch eine Basketballabteilung gründen und Ultimate Frisbee im Ligabetrieb anbieten", zählt Krause auf.

(RP)