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Meerbusch: Auf der Gath: Baum stellt nach Sanierung keine Gefahr dar

Meerbusch : Auf der Gath: Baum stellt nach Sanierung keine Gefahr dar

Die Straße in Strümp wird für etwa 475 000 Euro umgebaut. Mehr als die Hälfte der Kosten müssen die Anwohner zahlen. Die Stadt informiert am 8. April

Es ist eine beruhigende Nachricht für die Naturfreunde in Meerbusch. Einer der Bäume an der Straße Auf der Gath in Strümp wird trotz der geplanten Sanierung der Straße wohl nicht gefällt. Zumindest haben weder Grüne noch die Meerbuscher Ortsgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) bei der Vorlage der Stadtverwaltung Bedenken geäußert — im Gegensatz zu Bernd Schumacher-Adams (FDP) und Mike Kunze (CDU). Die beiden Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses sehen ein Konfliktpotenzial, da nach dem Übergang des Radweges in die Straße (vom Ortskern kommend wenige Meter hinter der Zufahrt der Straße Strümper Berg) zu eng für Autos und Radfahrer sein könnte.

Christof Behlen von den Grünen teilt diese Meinung nicht. "Das ist kein Problem, zumal es eine Stichstraße ist, in der ohnehin nur wenige Autos verkehren", sagt der sachkundige Bürger. In der Straße gilt außerdem Tempo 30. Auch Andrea Blaum vom BUND sieht im Baum nach der Sanierung "kein großes Gefahrenpotenzial". Am Montag, 8. April, informiert die Stadtverwaltung die (19 Uhr, "Haus Baumeister"). Anschließend können die Anwohner ihre Einwände gegen die Planung geltend machen.

Diese wurde in den vergangenen Monaten aufwändiger als gedacht. Bei den zunächst durchgeführten Kanalbauarbeiten stellte sich heraus, dass der vorhandene Straßenunterbau weder frostsicher noch ausreichend tragfähig ist. "Wegen der sandig-schluffigen Böden müssen wir im 2400 Quadratmeter großen Bauabschnitt zwischen Strümper Berg und dem Wendehammer etwa 50 Zentimeter Boden austauschen", sagt Matthias Unzeitig vom Fachbereich Straßen und Kanäle. In diesem Bereich soll die Fahrbahn komplett erneuert werden. Zwischen der Einmündung Strümper Berg und der Camesallee soll ein Gehweg entstehen, der Gehweg zwischen Camesallee und Wendehammer erneuert werden — ebenso wie die Straßenbeleuchtung. Der Gehweg auf der Westseite soll 1,45 Meter breit werden, der Weg auf der Ostseite maximal 1,25 Meter.

Die Anwohner müssen sich gemäß Kommunalabgabengesetz an den Kosten beteiligen. Sie zahlen 327 500 Euro der etwa 475 000 Euro teuren Sanierung (262 500 Euro für die Straßensanierung, 75 000 Herstellungskosten für den Gehweg, 25 000 Herstellungskosten für die Beleuchtung).

(RP)