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Meerbusch: Arbeit an Matarés Bild

Meerbusch : Arbeit an Matarés Bild

Aus dem aktuellen "Kultur + Begegnungs"-Programm im Alten Küsterhaus St. Mauritius fällt als Höhepunkt ein Kunstvortrag ins Auge.

"Ewald Mataré — ein Blick ins Bild" lautet sein Titel, unter dem die Diplom-Restauratorin Maren Romen aus Kalkar einen Einblick in die Restaurierung eines Gemäldes von Ewald Mataré gibt. Den Anstoß dazu gab Sonja Mataré. Die in Büderich lebende Tochter des Bildhauers, Grafikers und Malers fragte bei Inge Sternemann nach, ob sie sich eine derartige Veranstaltung vorstellen könnte.

"Ich habe mit Freude 'Ja' gesagt", erzählt die Organisatorin des Küsterhaus-Programms. Somit ist es Sonja Mataré und Inge Sternemann zu verdanken, dass dieses Werk exklusiv in Meerbusch zu sehen sein wird.

Es ist eine Leihgabe des Museums Kurhaus in Kleve, das dieses Gemälde erst vor zwei Jahren in die Sammlung des künstlerischen Nachlasses von Ewald Mataré aufgenommen hat. Der als einer der einflussreichsten deutschen Bildhauer in die Geschichte eingegangene Künstler — unter anderem Lehrer von Joseph Beuys, Herrmann Focke, Günter Haese und Erwin Heerich — lebte von 1932 bis zu seinem Tod im Jahr 1965 in Büderich.

Das Gemälde, das im Mittelpunkt des Küsterhaus-Kunstvortrags steht, zählt zu den wenigen Zeugnissen aus Matarés Frühwerk. Es zeigt die knapp 20-jährige Elisabeth Smitz-Delhaes, die Frau eines Klassenkameraden seines Bruders im Jahr 1914.

Maren Romen hatte die vom Land NRW geförderte Restaurierung dieses beeindruckenden Gemäldes übernommen und wird über die diffizile Arbeit des Aufarbeitens und die speziellen Anforderungen und Techniken dieser Arbeit berichten.

(RP)