Meerbusch: Anglerglück seit 75 Jahren

Meerbusch: Anglerglück seit 75 Jahren

Hüpfburg, Tombola und geräucherter Fisch: Der Fischerei-Sportverein Lank 1934 feiert sein 75-jähriges Bestehen. Heute organisieren zweiter Vorsitzender Bernd Winter und seine Mitstreiter ein Fest am Latumer See.

Lank-Latum "Bläst der Wind von Nord, sind die Fische fort", lautet eine von vielen Angler-Weisheiten, die im Volksmund über Jahrhunderte überliefert werden. Etwas jünger, aber dennoch schon von stolzem Alter, ist der Fischerei-Sportverein Lank 1934\. Er feiert sein 75-jähriges Bestehen. "Wir machen heute ein großes Fest und laden alle Interessierten ein", sagt Bernd Winter, zweiter Vorsitzender des Vereins, freudestrahlend.

Ab 13 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm auf dem Vereinsgelände am Latumer See, das Jung und Alt begeistern soll: Blasrohr-Preisschießen, Hüpfburg und Tombola. Neben der Unterhaltung versorgen die Angler die hungrigen Gäste auch noch mit geräucherten Forellen und Aalen. Und dabei können die Besucher dann bei Interesse etwas über die Geschichte des heute 115 Mitglieder zählenden Vereins erfahren: Sind die Hobby-Fischer heute an der acht Hektar großen Wasserfläche mit einer Tiefe von sechs Metern in Lank-Latum angesiedelt, angelten die ersten 14 Mitglieder 1934 noch im Rhein und waren dem Reichsbund Deutscher Sportfischer angegliedert.

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Nach dem Krieg fanden die Meerbuscher schnell wieder zusammen, allein die schlechte Versorgungslage sorgte schnell wieder für frischen Fisch auf dem Tisch. Doch mit der Zeit verschlechterte sich die Wasserqualität des Rheins so sehr, dass die Mitglieder 1963 zum ersten Mal einen See pachten mussten. "Das war der Silbersee in Kapellen", erklärt Bernd Winter. Doch schon drei Jahre später konnten die Angler in einer Kiesgrube zwischen Lank und Stratum wieder in heimischen Gewässern ihre Ruten auswerfen.

1968 pachteten die Hobby-Sportler den Latumer-See, den heutigen Vereinssitz. "Unser Vereinsheim ist die ehemalige Bauleitungsbaracke des Gebäudekomplexes Am Anker", erläutert Winter stolz. Und ein See bringt auch Verantwortung mit. Sechs Arbeitstage pro Jahr sind in den Vereinsregeln festgehalten, die der Säuberung des kompletten Sees dienen. "Hier werden an den Stegen öfters Partys gefeiert. Da bleibt immer viel Müll übrig." Aber nicht nur sechs kleine Siggi-Sauber-Tage stehen auf dem Programm, die Angler überwachen auch die Wasserqualität. "Wir nehmen Proben und kontrollieren PH-Gehalt, Nitrat- und Sauerstoff-Gehalt", sagt Bernd Winter. "Der See ist in bester Form."

(RP)
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