Meerbusch: Alte Seilerei: Richtfest für Halle 11

Meerbusch : Alte Seilerei: Richtfest für Halle 11

Zwei Millionen kostet das neue Gebäude, das auf dem Areal an der Insterburger Straße gebaut wird. Mit dem Einzug der Mieter wird im April gerechnet. Zwei von neun Hallen sind bereits vermietet.

Stephan Wolf und Andreas Pabich gehen schon ganz neugierig durch die noch leeren Hallen. "Mal gucken, wie wir uns das einrichten", sagen die beiden und stellen in Gedanken schon ihre Regale auf. Ein paar Monate haben die Inhaber der Werbeartikelfirma aber noch Zeit für die Inneneinrichtung: Denn vor April 2018 wird nicht damit gerechnet, dass die Mieter in die neue Halle auf dem Gelände der Alten Seilerei einziehen können. Jetzt wurde erst einmal zünftig Richtfest gefeiert. Betreiber Wido Weyer und seine Tochter Alexandra hatten dazu Geschäftspartner, Planer, Architekten und die Mitarbeiter der Baufirmen eingeladen. Großes Lob gab es von Wido Weyer: "Das ist die aufgeräumteste und sauberste Baustelle, die ich jemals gesehen habe."

Bis Ende der 90er Jahre wurden auf dem Areal Seile für Bergbau und Industrie produziert - von der Firma Paul Stoessel. Vor 20 Jahren wurde eine neue Nutzung beschlossen, aber die Backsteingebäude, die zum Teil 100 Jahre alt sind, blieben stehen. In den zehn Hallen sind 50 Firmen angesiedelt, die 350 bis 400 Mitarbeiter beschäftigen. Zu den Firmen gehören Agenturen, eine Autowerkstatt, eine Musikschule, IT-Firmen, eine Schreinerei, aber auch das JuCa und ein Kindergarten. Und eben die Werbeartikelfirma von Stephan Wolf und Andreas Pabich. Sie zählen zu den ersten Mietern aus dem Jahr 2000 - und genau das wiederholt sich: Sie sind wieder die ersten Mieter der neuen Halle und bis jetzt auch die einzigen. Diese Halle 11 ist die erste, die Familie Weyer selbst baut. Alle anderen stammen noch aus der Firmenzeit der Alten Seilerei.

Alexandra und Wido Weyer sind sich ganz sicher, dass sie auch die anderen Flächen untervermieten werden, weil die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Meerbusch zuletzt immer mehr angestiegen ist. Das sieht Wirtschaftsförderin Heike Reiß genauso. Denn die Hallen würden gerade Handwerkern oder Dienstleistern eine gute Gelegenheit geben, sich zu präsentieren. Weyer: "Wir dürfen nur keine Gastronomie und kein produzierendes Gewerbe zulassen." Obwohl Gastronomie sich anbieten würde, damit die vielen Mitarbeiter auf dem Gelände sich versorgen könnten.

Die neue Halle 11, die auf dem Gelände der Alten Seilerei bis April entsteht. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. Foto: Anke Kronemeyer

Die neue Halle ist zwar in neun einzelne Parzellen aufgeteilt, Firmen können aber auch mehr als einen Raum mieten. So wie Wolf und Pabich: Sie haben gleich zwei verbundene Räume von jeweils 145 Quadratmeter Fläche gemietet, um ihre Produkte zwischen Kugelschreiber, Firmenbroschüren oder Werbe-T-Shirts dort lagern zu können. Und können sich dort sogar auf zwei Etagen ausbreiten. Denn zu jeder einzelnen Halle gehört auch eine Galerie von etwa 50 Quadratmetern, die über eine Treppe erreichbar ist.

(ak)